unterwegs

Amerikas Westen

1997 - Der Weten Kanada/USA (Winter)

2009 - Der Westen USA

 

USA - Der Westen im Jahr 2009
 

Willkommen beim Reisereport unserer USA-Reise im Oktober 2009. Nachdem es im Sommer kaum bezahlbar war, planten wir nun eine Tour durch den Südwesten der USA für die Herbstferien. Gemeinsam mit Familie Melchert starteten wir am 17.10. zu siebent mit der Lufthansa von Leipzig via Düsseldorf und Chicago nach Las Vegas. 

Da ein Camper am Sonntag nicht erhältlich ist, blieben wir erst mal 2  Nächte in der Spielermetropole Vegas. Hier hatten wir Zeit den Jetlag zu überwinden. Auch nach dem Urlaub werden wir wieder ganz brav zur Arbeit kommen, da es mit dem Jackpot im Casino nicht so geklappt hat, wie wir es uns erträumt hatten. Der Sonntag stand uns also komplett für diesen riesigen Rummelplatz zur Verfügung. Einmal entlang des Strips gelaufen, vom La Mandala bis zum Circus Circus, in das wir uns auch einquartiert haben. 

 
das Luxor, ein Hotel im ägyptischen Style
 
das Bellagio mit seinen Wasserspielen
 
Nachdem wir einen ganzen Tag in Vegas unterwegs waren, streikten unsere Füße und wurden pflastermüde. Am Montag holten wir nun unsere vorausgebuchten Wohnmobile ab, zwei echte Luxusschiffe vom Vermieter Apollo. Das eine 25 ft., das andere 27 ft. lang. Noch am gleichen Tag starteten wir in Richtung Death Valley, dem Tal des Todes.
 
 
Unsere Fahrzeuge und Wohnungen für 11 Tage ...
 
 
... und ab auf den Highway.
 

unsere Route über ca. 1.700 Meilen durch den Südwesten der USA
 
auf dem Salz in Badwater
 
der tiefste Punkt der USA, 85,5m unter dem Meeresspiegel
 
Sandwüste im Death Valley
 
"A real american cut please!"
 

Auf dem Hwy 395 setzten wir unsere Fahrt in Richtung Norden fort. Dieser Highway verläuft parallel zur Sierra Nevada. Seit 2 Tagen sind wir nunmehr immer über 1.500 m hoch. Wir picknickten am Mono Lake, einem See mit einem hohen Karbonatgehalt und besichtigten die Geisterstadt Bodie, die für eine kurze Zeit während des Goldrausches bis zu 10.000 Einwohner beherbergte. Der am Morgen noch wegen Neuschnee gesperrte Hwy 120 war glücklicherweise am Abend wieder geöffnet, so dass wir den Pass zum Yosemite Park über 3.000 m noch am Abend mit unserem Camper erklimmen konnten. Am Abend fanden wir dann erst lange nach Einbruch der Dunkelheit einen Campingplatz, der dann auch noch voll ausgebucht war. Das störte uns wenig, denn wir campten dann eben genau vor dem Campingplatz mit Nutzung der Sanitäranlagen.

Der Tag heute gehörte dem Yosemite Park. Wir wanderten auch reichlich und schauten uns den Yosemite Fall ganz aus der Nähe an und wir besuchten und umarmten die bis zu 2.000 Jahre alten Mamutbäume. Yosemite ist immer einen Besuch wert. Mann kan sogar auf das eigene Auto verzichten und mit dem kostenlosen Shuttlebus von einem Punkt zu anderen fahren. Das was wir gesehen haben, ist nur ein Bruchteil des gesamten Parks. 

Übernachten werden wir nun in Groveland auf dem Weg nach San Francisco, das noch ca. 3 Autostunden entfernt ist und morgen unser Ziel sein soll.

 
am Mono-Lake
 
die ehemalige Schule in der Geisterstadt Bodie
 
Lake-??? im Yosemite N.P.
 
ein Mamutbaum
 
   
"die Kleinen" vor dem Yosemite-Fall                             zwei wuchtige Bäume im Yosemite N.P.
 
Vom Yosemite N.P. aus schlugen wir Kurs San Francisco ein. Die Kleinstadt Jamestown war einen kleinen Umweg von wenigen Meilen wert. Die Häuser der Mainstreet dienten schon einigen Filmen als Kulisse. Da ich kein Filmkenner bin, sagte mir nur der Name High Noon etwas. Aber auch ohne die Insiderkenntnisse war das Städchen recht nett anzuschauen.

Von Jamestown folgten wir den den verschiedenen Strassen, die sich hier Highway, Freeway, Interstate etc. nennen, nach San Francisco. Wir wählten hier einen Camperstellplatz recht nah an der Downtown. So konnten wir noch am ersten Abend in die City von San Francisco fahren. Wir nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel. Leider wählten wir einen Parkplatz, der in einem "low-income district war, so dass unser Navi nun einen neuen Besitzer gefunden hat. Und es klingt zwar komisch, aber wir waren froh, dass er (oder sie) nur das Navi nahmen, im Camper waren sicherlich noch andere wichtige Sachen, deren Verschwinden weitaus ärgerlicher gewesen wäre. Heute, am Samstag waren wir nun den ganzen Tag in der Metropole San Francisco. Über Mittag besuchten wir das berühmte Gefängnis Alcatraz, der Nachmittag gehörte der Fishermans Warf, Chinatown und der Cablecar. Nach einem Tag auf dem Pflaster der Metropole, ließen wir den Abend sanft im Camper ausklingen.

 
der "Iron Door Saloon" in Groveland, Essen gibt es hier nicht
 
Westernfeeling in Jamestown
 
die Golden Gate Brücke hängt im Nebel
 
Alcatraz, das berühmte Gefängnis vor San Francisco
 
unzählige Seelöwen am Pier 39 in SF
 
Buntes Treiben am Pier 39 in SF
 
Fishermans Warf
 
mit der Cablecar durch SF
 
SF verließen wir nun über die Golden Gate Bridge, die natürlich bei einem Brückenfan, wie ich es bin, das Herz höher schlagen lässt. So umfuhren wir noch einmal die Metropole San Francisco. Der Sonntag Nachmittag gehörte dann der Great Mall, einer riesigen Einkaufspassage, wie sie die Amerikaner lieben. Für einen Sonntag war sie gut besucht. Unser Lager schlugen wir dann direkt am Strand des Stillen Ozeans auf. Das Rauschen der Wellen ließ uns recht schnell einschlafen. Noch am Abend und am Morgen gingen dann einige von uns noch baden. Die Kalifornier schüttelten nur den Kopf, "to cold". Unser erster Stopp des heutigen Tages war Monterey, die ehemalige kalifornische Hauptstadt. Nach einer recht langen Tour entlang des Ozeans sind wir nun 45 Meilen nördlich von Santa Barbara angekommen und waren gut essen, kein Fastfood.
 
unser Stellplatz südlich von Santa Cruz
 
Fishermans Warf in Monterey
 
 
eine kleine Tankstelle, nach langer Durststrecke
 
Seeelefanten sonnen sich am Strand
 
Am Dienstag starteten wir weiter in Richtung L.A.. Der erste nennenswerte Stopp war dann in Santa Barbara. Eine gar nicht amerikanische Stadt ca. 100 Meilen nördlich der Metropole L.A. Hier kommt der spanische Einschlag deutlich zur Geltung. Bummeln, Shoppen und Baden war unsere Beschäftigung hier. Ab Santa Barbara wurde der Hwy. merklich voller. Die vier bis sechs Spuren je Richtung waren zeitweise verstopft und zwangen uns zum Anhalten. Auch der ständige Blick in den Spiegel, um das zweite WoMo im Auge zu behalten war anstrengend. Am Abend erreichten wir dann L.A. Es war aber schon zu spät um noch mal in die City zu fahren. So nutzten wir den Mittwoch Vormittag um uns Hollywood und Downtown anzuschauen. Mit den Öffentlichen ist die City auch gut zu erreichen. Für 5 US$ gibt es auch en Tagesticket für diese Metropole. Am Abend verließen wir dann noch L.A. und hielten wieder Kurs Las Vegas, denn übermorgen startet unser Flieger wieder gen Heimat.
 
Santa Barbara
 
Walk of Fame in Hollywood
 
Hollywood
 
L.A. Downtown
 
Von L.A. war der Kurs eindeutig erkennbar, er hieß Las Vegas, die Stadt in der wir den Camper zurück geben müssen und von wo aus auch unser Rückflug starten wird. Den Grand Canyon mussten wir vom Programm streichen. Er fiel L.A. zum Opfer. Die Entfernungen in den Staaten sollte man nicht unterschätzen. Zumal wir auch wieder nur beschwerlich die Metropole L.A. verlassen konnten. Die meist 10 bis12- streifig ausgebauten Hwys. reichen nicht aus, der Verkehr kommt zwar nicht zum erliegen, aber er ist halt schleppend. Da wir auf den Grand Canyon verzichteten hatten wir noch etwas Zeit für die Mojave-Wüste und den Hoverdamm. Um die Mojave-Wüste etwas näher kennen zu lernen, wählten wir teilweise eine kleinere Strasse abseits des Hwy #15. Hier besuchten wir das kleine Dorf Nipton, welches geschätzte 20 Einwohner haben dürfte, ein Hotel, einen Store, eine Post, ein Restaurant ..., war aber mehr oder weniger alles auf einem Grundstück untergebracht war. Gleich hinter dieser Siedlung verließen wir wider den State Kalifornien nach Nevada. Diese wenig befahrene Strasse führte auch durch einen wunderschönen Joshuabaumwald. Von dort aus ging es dann direkt zum letzten Event des Urlaubes, zum Hoverdamm, der den Colorado-River anstaut und mit der gewonnenen Energie die leuchtende Spielermetropole Las Vegas und andere Orte versorgt.
 
Nipton, nur wenige Einwohner mitten in der Mojave-Wüste
 
...
 
Joshua Baum
 
Palmen in der Wüste ???
 
Lake Meat und Colorado-River am Hover Damm
 
Staumauer am Hover Damm
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein abwechslungsreicher, interessanter, aber auch erholsamer Urlaub war. Die Kosten sind auch in den USA explodiert, man darf sich nicht an die Preise von 1997 erinnern, denn da kostete die Gallone Super noch ca. 1,25 US$ und heute 3,10 US$. Auch das Campen ist nicht mehr so preiswert. Aber glücklicher Weise hatten wir einen genialen Dollerkurs von fast 1,50 US$ pro Euro. Die Leute, das Flair und die Natur sind natürlich unverändert cool, wie es der Amerikaner zu sagen pflegt. In punkto Sauberkeit und Sicherheit hat sich meiner Meinung nach auch viel zum Guten gewendet, auch wenn wir ohne unser Garmin-Navi wieder nach Hause kamen. Auch das öffentliche Verkehrsnetz in den Großstädten hat sich verbessert, wobei die Strassen voller geworden sind. Shoppen ist nach wie vor für einige Sachen attraktiv.

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USA - Kanada Der Westen - Winter 1997
 

Hier haben wir es mal mit einer Kombination aus Winter- und Sommerurlaub probiert. Eine schöne Angelegenheit. Skifahren in den Rockies ist meiner Meinung nach einmalig. Und im Anschluss ab in den Flieger und nach 3 Stunden unter der Sonne Kaliforniens landen.

Ein anstrengender Flug, via New York und Salt Lake City nach Calgary. Und vom Calgary International Airport sind es ja immerhin noch 2 Stunden bis Banff, wo wir unser Hotel gebucht hatten. Ein Shuttle erledigte den Transfer für uns.

Der erste Tag war wiedermal zum Überwinden des Jetlags verplant. Bis auf einen kurzen Bummel durch Banff und dem Einlösen der Skipassgutscheine passierte am ersten Tag nicht viel. Skifahren in den Rockies, ein Genuß!Breite Pisten und endloser Schnee. 

Drei Skigebiete standen zur Auswahl: Sunshine Village,Lake Louise, Mt. Norquay

Einziges Problem, die Kälte. Es ist zwar eine trockene Kälte, aber irgendwann wird es wirklich zu kalt. Ich würde mal sagen, dass man das Skifahren so unter - 25°C vermieden sollte. Was wir auch taten, als es eines Morgens im regionalen Wetterchannel hieß, bis -43°C. Wir  mieteten einen Pkw und fuhren durch die Gegend, entlang des Bow-Valley-Park-Way, in den Field N.P. und bis zum Icefield N.P.

Unter der Sonne Kaliforniens in L.A. gelandet war die Stunde Zeitverschiebung nicht spürbar, aber der Temperaturunterschied von ca. 60°C war doch merkbar. Denn als wir in Calgary ins Flugzeug stiegen waren es -30°C und in L.A. waren es fast 30°C und wir standen mit unseren Skiern neben den Leuten in kurzen Hosen.

Nach der Mietwagenübernahme verließen wir sofort L.A. in Richtung Mojave Desert. Durch die endlose Weite dieser Wüste fuhren wir bis ins Death Valley. Und der nächste Tag stand uns für dieses Tal zur Verfügung.

Nächste Etappe war Las Vegas. Eine Nacht durchgezockt und im Luxor übernachtet. Am nächsten Tag ein Abstecher zum Hover Damm.

Von Vegas aus ging es weiter nach Utha zum Zion Canyon und zum Bryce Canyon, beides sehr lohnenswert. Monument Valley wollten wir auch nicht auslassen und nahmen dafür einen riesigen Umweg in Kauf. Aber es hat sich gelohnt. Da wir diese Tour im Winter unternahmen, waren wir auch überall relativ ungestört, bis wir dann zum Grand Canyon kamen. Hier blühte die Tourismusbranche. Vom Alleinesein war hier nicht mehr die Rede.

Weiter ging es in den Süden Arizonas. Über Phoenix nach Tucson. Hier im Saguaro N.P. stehen diese riesigen Säulenkaktusse, die bis zu 10m hoch werden. Dieser N.P. und auch die Old Tucson Studios sind einen Besuch wert. Dort wurden Filma wir "Rio Bravo" und "El Dorado" gedreht.

Entlang der Mexikanischen Grenze führte uns der Hwy. wieder an die Pazifikküste, nach San Diego. Von hier aus entschlossen wir uns für einen Tagesausflug in die mexikanische Grenzstadt Tijuana. Es war ein Fehler, außer daß man sagen kann, ich war schon mal in Mexiko. Dreck und Elend. Empfehlenswerter ist da schon eine Walbeobachtungstour im Februar. Dafür hatten wir dann leider keine Zeit mehr. Von San Diego aus ging es dann eine Weile auf dem HWY #1 Richtung Norden.

Ein Abstecher in den Joshua Tree N.P. und in die Geisterstadt Calico waren auf dem Rückweg nach L.A. noch locker drin. Uns blieb dann noch 1 Tag für L.A. Da wir keine Fans von großen Städten sind, hat es uns völlig ausgereicht.

Via New York ging es dann wieder zurück nach Deutschland.

 
Banff
 
Banff Hot Springs Hotel
 
Skigebiet Sunshine Village
 
Rockies
 
Scottys Castle im Death Valley
 
New York-Hotel  in der Spielermetropole Las Vegas
 
Monument Valley
 
Old Tucson  Studios
 
Joshua Tree
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