unterwegs

VAE - Malaysia - Singapur

2008  2011

Vereinigte Arabische Emirate

Anreise: Am Freitag (14.03.2008) starteten wir von Falkenberg zum Flughafen Hamburg um von dort nach Dubai zu fliegen. Selbst die Bahnfahrt von Falkenberg nach Berlin begann mit dem ersten Highlight, Frank nahm uns in der Lok mit.

Dubai (15.03.): In dieser Region kann man ruhig mal einen Stopover einlegen, obwohl die Stadt selbst aus allen Nähten platzt. Der Verkehr auf den Strassen kommt sehr oft zum erliegen und der Flughafen ist auch restlos überfüllt und andere Verkehrsmittel gibt es hier bislang nicht. Eine Metro wird erst gebaut, was den Verkehr auf den Strassen zusätzlich behindert. Also nutzten wir den einen Tag, um in das Nachbaremirat Sharjah zu fahren. Hier ist es noch etwas ruhiger und auch arabischer. Die alten Dhaus liegen am Kai und werden be- und entladen. Teilweise sind es hochwertige Elektronikartikel anderes würde bei uns sofort auf dem Sperrmüll landen. Und man glaubt es auch kaum, dass diese Schiffe aus offene Meer hinausfahren und sogar wieder einen Hafen erreichen. Auch hier gibt es reichlich Moscheen in denen über Lautsprecher zum Gebet gerufen wird.

Am Nachmittag fuhren wir noch kurz in die Wüste, das gehört irgendwie zur arabischen Halbinsel dazu. Kamele haben wir dabei auch reichlich gesehen. Ich weiß nun nicht, ob es was Besonderes ist diese Wüstenschiffe anzutreffen. Wir hatten bisher immer dieses Glück.

Der Abend gehörte dann der Stadt Dubai, Mall und Goldsouk. In den Malls (Einkaufszentren) lässt es sich schön einkaufen, was wir auch zum Teil gemacht haben. Aber im Goldsouk ist fast nichts los, das liegt, wie man uns sagte, an den derzeit explodierten Goldpreisen. (Zum Glück kann man auch ohne Gold leben)

 

Ein Dhau am Creek von Sharjah
Julius und ein Kumpel von ihm
Suchbild: auf diesem Foto sind 3 Kamele versteckt
noch am Creek von Sharjah vor einer grossen Moschee
Julius lernt arabisch lesen
 

Malaysia

Flug nach Kuala Lumpur (16.03.): Dieser Tag gehörte der Fluggesellschaft Emirates. Wir starteten mit 2 Stunden Verspätung nach Singapur, und hoben dort noch mal für ca. 350 km nach Kuala Lumpur ab. Gegen 02:00 Uhr waren wir dann im Bett unseres Hotels. Die 7 Stunden Zeitverschiebung (zu Germany) und 4 Stunden (zu Dubai) lagen uns natürlich auch in den Knochen.

Kuala Lumpur (KL): Auf Grund der erwähnten Zeitverschiebung verschliefen wir fast das Frühstück, welches bis 10:30 Uhr angeboten wurde. Dann fuhren wir mit dem Flughafenexpress in 28 min die über 50 km in die Innenstadt von KL. Gleich im Bahnhof KL-Sentral kauften wir für umgerechnet 1,75 Euro eine Prepaid-SIM-Karte für das Mobiltelefon. Mit der können wir problemlos für 4 Cent/min nach Deutschland telefonieren und alle auf dem Laufenden halten. In Deutschland wäre es teurer. Aber Mobiltelefone scheinen hier der absolute Renner zu sein. Ich überlege auch schon, ob ich es nicht einfach nur ans Ohr halte, um nicht aufzufallen. Die Hitze bremst unsere europäischen Körper natürlich aus. Unsere Suche nach einem Paar Sandalen für Julius blieb erfolglos, was nicht unbedingt an der Auswahl an Sandalen liegt, sondern auch an Julius´ Füßen. Natürlich fuhren wir zu den Twin-Towers, nach Chinatown und ein wenig vom historischen Zentrum haben wir auch gesehen. Vielmehr ist an solch einem Tag nicht drin, denn am Abend (20:20 Uhr) ging es mit Air Asia in den nordöstlichen Zipfel von Malaysia an der thailändischen Grenze, nach Kota Bharu. ... wo ich gerade sitze und diese Internetseite gestalte ... Fortsetzung folgt evtl. sofern Internet verfügbar ist ...

 

Die Twin-Towers von KL
Chinatown - schnell weg sonst kauft man Sachen, die keiner braucht
Die Skyline von KL

Heute, am 18.03. haben wir nun unseren Mietwagen von Hawk am Flughafen von Kota Bharu übernommen. Was sollte es anderes sein, als ein malaysischer Proton Wira, den hier jeder Zweite fährt. Danach fuhren wir gleich los Richtung Norden, an die thailändische Grenze. Diese ist jedoch so gut bewacht, dass man nicht einmal bis zur Fähre kommt. So verweilten wir noch eine Weile auf dem dortigen Markt und aßen Nudeln mit undefinierbaren Fleischbeilagen. Entlang dieser Strecke befinden sich auch 3 Wats, thailändische Tempelanlagen. Und damit es auch abwechslungsreich bleibt, sahen wir einen 40m langen liegenden Buddha, einen riesigen sitzenden und einen stehenden. Die Gegend nördlich von Kota Bharu ist sehr thailändisch geprägt. Hier gibt es auch noch ein paar Reisfelder.

Am Nachmittag waren wir dann in einem Tesco erfolgreich beim Kauf von Sandalen für Julius. Anschließend schlängelten wir uns wieder durch Kota Bharu um dann zum Hafen von Kula Besut zu kommen. Von hier aus starten nämlich die Boote zu den Perhentian Islands. Wir nahmen ein Schnell-Boot. Und wenn die Malayen schnell sagen, dann meinen sie auch schnell. Ein recht kleines Boot für ca. 20 Personen motorisiert mit 400 PS fegte auf dem Südchinesischen Meer zu den Inseln. Festhalten sollte man sich schon. Auch der Kapitän hatte seine helle Freude die Touristen aus Deutschland und Kanada über über die Wellen springen zu lassen und legte die 25 km in rekordverdächtigen 30 min zurück.

Nun sind wir hier auf der Insel Perhentian Besar  in einem netten Bungalow. Zur Vorsorge haben wir uns, unsere Kleidung und den Bungalow selbst chemisch gegen Mücken gesichert. Es riecht sehr nach Chemie, so dass man sich die Frage stellen könnte: "Was ist nun schädlicher, die nicht vorhandenen Moskitos oder dieser chemische Cocktail?" Egal, sicher ist sicher. Klimaanlage und Deckenventilator sind auch an, was ja auch die Moskitos vertreiben soll. Am Abend waren wir dann unter Palmen in einem Strandrestaurant Essen, Fisch für die Großen, Spagetti für den Kleinen, dazu frisch gepressten Fruchtsaft aus tropischen Früchten. Das Wetter war auch heute wieder heiß und tropisch. Morgen wollen wir dann mit dem Boot die Inseln umrunden und zwischendurch schnorcheln. Mal sehen was es so unter Wasser für Tierchen zu sehen gibt.

Brücke über den gelben Kelantan-Fluss bei Kota Bharu
ein sitzender Buddha
Häuser auf Stelzen und irgend welche Inseln von den Fischern
der Jetty von Kuala Besut, Startpunkt nach Pulau Perhentian                      nach oben
 

Heute am 19.03. sind wir nun den ganzen Tag auf dieser traumhaften Insel. Übernachtet haben wir im Coral View Resort. Ein nettes Resort, aber nichts für verwöhnte All-Inclusive Touristen. Die Dusche war sehr sparsam im Wasserverbrauch, so dass man es vorzog kalt zu duschen, indem man sich das Wasser mit einer Schüssel über den Körper goss. (Kein Problem bei diesen Temperaturen) Für den Vormittag haben wir eine Bootstour zum Schnorcheln gebucht. Wir haben schöne Fische, auch große, gesehen, prächtige bunte Korallen und auch eine recht große Meeresschildkröte. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand. Etwas anders würde uns bei dieser Hitze ohnehin nicht einfallen. Die Sache hatte leider auch einen Haken, wir haben uns alle das Fell verbrannt und ich am meisten. Nach zwei Nächten kehrten wir dann heute morgen (20.03) gegen 09:00 Uhr wieder auf das Festland zurück und fuhren in das ca. 100 km entfernte Kuala Terengganu, die Hauptstadt des Sultanats Terengganu. So ein Stadtbummel ist bei diesen Temperaturen natürlich kein Zuckerschlecken. Aber wenn man schon mal hier ist will man sich ja wenigstens das Wichtigste ansehen, wie die schwimmende Moschee, die zwar nicht schwimmt, sondern auf Pfeilern im Wasser steht, Chinatown und ein Batikzentrum, in dem diese Kunst vorgeführt und verkauft wird. Der Getränkeverbrauch ist enorm angestiegen. Anschließend sind wir ein paar Kilometer landeinwärts gefahren, zum Keynir Stausee. Vorher habe ich hier telefonisch noch schnell ein Hotel reserviert. Ein Glücksgriff, nobel, nobel mit Blick auf den Stausee und rundherum Dschungel und super Ausstattung. Abendessen gab es im hiesigen Restaurant, freie Auswahl am Buffet. Für morgen haben wir eine Rundfahrt mit einem Boot auf eine Insel im Stausee und zu einem Wasserfall gebucht.

PS: Heute haben wir eine Sippe Affen gesehen, oder wie auch immer so eine Gruppe dieser Primaten heißt. Die Kekse von Julius haben sie jedenfalls nicht verschmäht. Und eine ca. 30 cm lange Echse lief uns auch über den Weg.

Und man sieht auch wie modern Malaysia trotzdem ist, denn ein kostenloser Internetanschluss ist meist zu haben.

 

ein Jetty auf Perhentian Besar
ein schöner Strand vor dem Perhentian Island Resort
unsere Unterkunft auf Perhentian Island
der Affenchef, der sich gerade Julius´ Keks schmecken lässt
die schwimmende Moschee von Kuala Terrenganu                nach oben

 

Für heute, den 21.03. haben wir eine Bootstour auf dem Lake Kenyir gebucht. Leider war nur die 2h-Tour buchbar, weil eine Mindesteilnehmerzahl verlangt wurde. So stachen wir gemeinsam mit einer malaysischen Familie, zwei Mädels aus Hongkong und einer Familie aus Schweden in See. Wir legten am Herbal Island (Kräuterinsel) und an einem Wasserfall an. Auf Herbal Island gab es Tee, ich weiß nicht was da auf dem offenen Feuer gebrüht wurde, schmackhaft war es absolut nicht und es gab auch zwei Sorten, eine für Männer und eine für Frauen ??? Julius schluckte wie ein Mann, ein zweites Glas lehnte er dankend ab. Am Wasserfall war Zeit für einen kurzen Spaziergang oder aber auch für ein Bad. Wir begnügten uns mit einem Fußbad. Im Gespräch mit dem malaysischen Familienvater erfuhren wir, dass es eine fast fertige Strasse hinüber an die Westküste gibt und somit auch zu den Cameron Highlands. Wir entschlossen uns kurzer Hand unsere Route zu ändern und versuchten unser Glück auf diesem fast fertigen Highway. Man kam gut vorwärts, an ein paar Stellen mussten wir uns über Baustellen an Baggern vorbei schlängeln. Den Rat vorher  zu tanken haben zum Glück befolgt, denn es kam 3 Stunden kein Dorf und auch keine Tankstelle, nur Dschungel und Palmenplantagen. Wir übernachteten dann in Gua Musang, einer Stadt, in die sich nur sehr wenige Touristen verirren. So konnte man sich sicher sein, dass man hier absolut malaysische Verhältnisse vorfindet. Kleine, aber ordentliche Geschäfte mit allen erdenklichen Waren hinter Fassaden, die aussehen als ob sie bald einfallen. Das Hotel, das Fully Inn, war laut Hotelverzeichnis das Beste im Ort, aber man sollte es nicht mit einem Nobelhotel in Europa vergleichen. Wie überall ist man uns auch hier behilflich beim Tragen unserer schweren Koffer. Die kleinen Asiaten stöhnen jedes Mal wenn sie die Koffer anheben. Hier in Gua Musang war kein Aufzug im Hotel und als der Boy unseren Koffer nahm, lief er sofort zum Portier, und der sagte mir dann, dass unser Zimmer noch nicht gereinigt ist und ich den Schlüssel tauschen soll. Tatsächlich bekamen wir nun ein Zimmer in der 1. Etage, das ursprüngliche war in der 3. Etage. Gut hinbekommen, boy. 

Heute am 22.03. fuhren wir nun durch die Cameron Highlands. Auf jeden Fall war es hier kühler. Wir besuchten einen Schmetterlingsgarten und natürlich eine Teeplantage mit Teefabrik. Echt sehenswert, es hat uns natürlich auch zum Kauf von Tee im angeschlossenen Laden animiert. Wir haben uns heute auch gleich hier in den Cameron Highlands einen Bungalow gemietet.

 

Im Boot auf dem Lake Keynir
unser Chalet vom Boot aus gesehen
Birgit und Julius versuchen zu identifizieren, was sie da gerade getrunken haben
das Zentrum von Gua Musang
Teepalntagen in den Cameron Highlands
                        Julius schnuppert an den Teeblättern, und muss feststellen, dass diese nicht nach Tee riechen    nach oben

Am 23.03. verließen wir dann die Cameron Highlands wieder und fuhren Richtung Westküste. Auf dem Weg hielten wir noch an einem schönen Wasserfall und an einem kurzen Dschungelpfad. Aber Birgit und Julius wollten irgendwie nicht mehr als 100 m tief in den dichten Wald hinein. Ich bin zwar den Pfad noch etwas weiter gegangen, aber irgendwie wollte ich dann auch nicht mehr weiter. Ab Tapah nutzten wir zum ersten mal den Expressway, der einmal von Nord nach Süd nahe der Westküste von Thailand nach Singapur führt. Unser Abstecher nach Port Klang kostete uns fast 2 Stunden. Umso ärgerlicher, dass wir feststellen mussten, dass es dort nichts zu sehen gab. Die im Reiseführer beschriebene Strasse mit Fischrestaurants und Meerblick war nicht in Port Klang, sondern auf einer Insel, die von dort aus mit dem Boot erreichbar ist.

Also drehten wir um und fuhren weiter nach Melakka. Wir übernachteten in einem schönen Hotel. Auf Grund der Unterbelegung in der Woche sind gute Preise verhandelbar. Am Abend wollten wir traditionell Essen gehen und bestellten auch Mee-Goreng mit irgend welchen Fleischspießen. Die Spieße waren gut gewürzt und in Ordnung, aber das Mee-Goreng war so scharf, dass wir 90% stehen lassen mussten. Die kleine chinesisch aussehende Verkäuferin konnte sich das Lachen nicht verkneifen, als sie unsere Gesichter sah. Sie hatte auch Verständnis für unsere Essensverweigerung. Melakka, die Stadt an der Westküste ist geschichtsträchtig. Hier gibt es auch eine Strasse in der ein indischer Tempel, eine moslimische Moschee und eine chinesischer Tempel fast nebeneinander stehen. Eine Strasse weiter steht sogar eine christliche Kirche. In den indischen Tempel ließ man uns sogar hinein, nachdem wir unsere Schuhe auszogen. Das Zentrum von Melakka ist gut zu Fuß zu erkunden. Wir machten trotzdem eine einstündige Stadtrundfahrt in einer Trischaw. Der arme Kerl hatte ganz schön zu trampeln, zweimal musste er absteigen und schieben. Man kommt sich zwar irgendwie etwas blöd dabei vor, aber man tut ihm ja tatsächlich einen Gefallen, indem man seinen Service in Anspruch nimmt. Er gestattete es mir auch nicht, an den Steigungen auszusteigen. Sie haben eben ihren Stolz. Anschließend ging es noch in eine noble Mall zum Shoppen. Schuhe und T-Shirts von auch in Deutschland bekannten Firmen sind für 30 - 50 % zu haben.

Dann zogen wir weiter in Richtung Singapur. Da wir noch zwei Nächte in Malaysia übernachten können, verließen wir den Expressway schon vor Johor Bahru, um noch einmal kurz zur Ostküste zu fahren. Unterwegs erlebten wir heftige tropische Regengüsse, Wahnsinn, ganze Straßenkreuzungen versanken im braunen Wasser und waren unpassierbar.

Nun ( 24.03.) sind wir in einem Resort mitten im Dschungel. Wir haben wieder die üblichen Sicherheitsvorkehrungen gegen Moskitos getroffen. Wie es genau hier aussieht wissen wir noch nicht, da wir erst kurz nach dem Sonnenuntergang hier ankamen. Auf jeden Fall sind draußen so allerhand Geräusche zu hören. Unterwegs haben wir uns noch eine Durian gekauft. Das ist eine tropische Frucht, die auch Stinkfrucht genannt wird. Sie machte ihrem Namen alle Ehre. Das Auto stank sofort, als ich mit der Frucht kam. Für Birgits feinfühlige Nase war das eine Qual. Am Abend haben wir sie dann versucht zu essen, aber so wie sie roch, schmeckte sie auch, nach Müll kurz vor der Verwesung.

Morgen wollen wir dann erst mal etwas in den Dschungel und die letzte Nacht in Malaysia in einem Strandhotel verbringen.

Julius und Birgit spielen mit dem Nintendo DS gerade Gehirnjogging. Das war Julius´ Ostergeschenk (das Spiel). Von Ostern hat man hier allerdings nichts mitbekommen.

der Eingang zum chinesischen Tempel in Melakka
in der Trischaw durch Melakka
Mutprobe bestanden ...
eine Straßenkreuzung, nur von LKWs passierbar      nach oben
 

Zum Frühstück gab es heute Nudeln, gewöhnungsbedürftig, aber man kann es gut essen. Julius ließ sich Toast mit Spiegelei schmecken. Anschließend fuhren wir von der schönen Unterkunft im Rainforest Resort zum nahegelegenen Wasserfall. Zum Glück waren  wir recht zeitig dort, denn rund um diesen Wasserfall wurde ein Erholungszentrum angelegt. Und wenn man die Größe der Parkplätze ernst nimmt, dann wird hier in den Ferien und an den Wochenenden mächtig was los sein. Wir waren jedoch allein auf dem Parkplatz.

Inzwischen sind wir in unserem letzten Hotel in Malaysia angekommen. Im Golden Beach Hotel in Desaru. Desaru ist so etwas wie eine künstliche Stadt, in der man den Massentourismus ansiedeln wollte. Grund dafür war sicherlich der 26km lange Sandstrand. Von Massentourismus kann zumindest heute jedoch keine Rede sein. Vorhin waren wir im Meer baden und soweit wir sehen konnten waren irgendwo noch 2 Personen im Wasser erkennbar. Es ist also sehr ruhig hier. Julius hat sich in den Wellen ausgetobt. Das Wasser ist aber keine Abkühlung, gefühlte 28-30 Grad.

Ja und morgen müssen wir dann nach Johor Bahru, dass ist die Grenzstadt zu Singapur, dort geben wir dann unseren Mietwagen zurück, müssen irgendwie über die Grenze nach Singapur kommen und dann in das vorgebuchte Hotel. Wir hatten ja übrigens nur ganz wenige Hotels vorgebucht, und zwar nur dann, wenn wir abends irgendwo mit dem Flugzeug ankamen. Aber es hat wunderbar geklappt, ich habe meist am Nachmittag, wenn absehbar war, wie weit wir kommen, ein Hotel aus dem Hotelverzeichnis angerufen und nach freien Zimmern gefragt. So waren wir immer flexibel und hatten keinen Stress, um noch das vorgebuchte Hotel zu erreichen. Laut Reiseführer soll es nur in den Ferien und evtl. an den Wochenenden kritisch sein. 

das Rainforest Resort umgeben von tropischem Regenwald
ein Teil des Wasserfalls von Kota Tinggi
Blick aus dem Zimmer unseres Chalets
der endlose Strand von Desaru, ganz im Südosten von Malaysia          nach oben
 

Nach dem Frühstück haben wir heute (26.03.) Desaru wieder verlassen. Was den Strand anbelangt, ein sehr schöner Ort und das Hotel war auch ok. Leider funktionierte die Klimaanlage nicht, was natürlich einen Härtetest für einen Mitteleuropäer bedeutete, aber wir haben es überlebt. Ich war morgens noch mal schnell im Südchinesischen Meer baden, wieder allein, soweit man schauen konnte.

Auf dem Weg Richtung Johor Bahru sind wir noch mal kurz abgebogen, um in eine Palmenölplantage einzufahren. Riesige Flächen Urwald wurden in Malaysia gerodet, um ebenso große Palmölplantagen anzulegen. Dabei handelt es sich anscheinend nicht um Kokosöl, sondern um Früchte, die aussehen wie Datteln.

In Johor Bahru ist das Zentrum sehenswert, aber wir nutzten diese Stadt mit ca. 700.000 Einwohnern eher zum Shoppen. Wir waren auch erfolgreich. Die Mietwagenrückgabe war etwas kurios. Die Station im Zentrum haben wir schnell gefunden, aber leider war keiner da. Nach einem Anruf der angegebenen Nummer, meldete sich eine Frau, die einfach sagte, dass wir den Wagen abstellen sollen und den Schlüssel einen Sicherheitsbeamten geben sollen. Das taten wir dann auch.

auf einer Palmenölplantage zwischen Desaru und Johor Bahru
im Zentrum von Johor Bahru
Blick von Johor Bahru auf die Insel Singapur                                  nach oben

Singapur

Dann war es gar nicht so leicht ein Taxi nach Singapur zu bekommen, da offensichtlich nicht alle Taxis eine Lizenz zum Grenzübertritt haben und dann auch nur bis zu einem bestimmten Taxiplatz. Zum Hotel muss man dann in ein Singapurtaxi umsteigen. Und mit dem Bus ist es umständlich, da man zu Fuß durch die Grenzkontrolle muss. Der Officer, der dann den Stempel in den Pass drücken musste, war etwas unfreundlich, er meckerte weil ich nicht alle Vor- und Geburtsnamen in das Formular geschrieben habe. Aber letztendlich drückte er den Stempel in den Pass und wir waren im Stadtstaat Singapur. Das Hotel ist sehr anspruchsvoll, im Vergleich zu Malaysia und kann mit Europa voll mithalten. Es ist mitten im Stadtteil "Little India". Da wir schon gegen 17:00 Uhr hier waren, wollten wir keine Zeit verschenken und sind noch mal mit der MRT (U-Bahn) in das Zentrum zur Orchad Road gefahren, das ist die Haupteinkaufsstrasse von Singapur. Leute über Leute. Gekauft haben wir nichts, das wäre auch unsinnig, denn die Singapurer fahren ja nach Malaysia zum Einkaufen. Aber sehenswert ist die Stadt auf jeden Fall. Es soll eine der saubersten Städte der Welt sein.

Heute am 27.03. ist nun unser letzter Tag in Asien. Morgens die Koffer gepackt und im Hotel deponiert. Das ist ja kein Problem. Unser Flug ging ja erst kurz nach Mitternacht, so dass wir den ganzen Tag für die Metropole zur Verfügung hatten. Wir nutzten für unsere Stadttour nur die MRT und unsere eigenen Füße, die wir am Abend kaum noch spürten. Erster Anlaufpunkt war der Singerpore Flyer, das größte Riesenrad der Welt. Es dreht sich so langsam, dass es für eine Runde ca. 30 min benötigt. Herrlicher Ausblick. Die klimatisierten Kabinen machen zudem die Fahrt richtig angenehm. Danach fuhren wir zu den Clark Quays um von dort aus eine Bootstour auf dem Singapur-River zu unternehmen. Wie verzichteten auf eine Rundtour, was ja auf einem Fluss wenig Sinn macht und ließen uns am Merlion absetzen. Der oder das Merlion ist das Wahrzeichen von Singapur, halb Löwe halb Fisch bzw. Meerjungfrau. Von hier aus liefen wir dann noch mal an den Quays vorbei und sahen das Fullerton Gebäude, die Raffles-Statue und so andere Bauwerke. Und das alles bei geschätzten, schwülen 30 Grad. Ein heftiger Regenguss am Nachmittag brachte auch keine merkliche Abkühlung, erhöhte wahrscheinlich nur die Luftfeuchtigkeit. Zum Abschluss noch ein Spaziergang und Abendessen in Little India. Die letzten Souvenirs wurden dort auch gleich noch gekauft. Birgit war es nicht so geheuer in Little India, aber eigentlich nur weil dort ein wahnsinniger Andrang an Menschen war. Sicherheitsbedenken hatten wir nicht, obwohl man ja immer die üblichen Sicherheitsvorkehrungen trifft und nicht seine Geldbörse gut sichtbar trägt. In Punkto Sauberkeit lassen sie sich dort wirklich so einiges einfallen, neben allerlei Verboten mit hohen Geldstrafen z.B. für Essen, Trinken und Rauch in der U-Bahn ist es auch verboten Durians (Stinkfrüchte) zu transportieren. Damit die Tickets nicht einfach weggeworfen werden, wird eine Kaution von einem Dollar erhoben. Nach der Fahrt kann man dann das Ticket in den Automaten stecken und man bekommt den Dollar zurück.

Gegen 20:30 Uhr waren wir dann wieder am Hotel und nahmen ein Taxi zum Changi-Airport von Singapur. Dann ging es wieder mit Emirates via Colombo und Dubai nach Hamburg. Abends gegen 20:00 Uhr waren wir dann zu Hause. Unseren Zustand will ich nicht näher beschreiben, eben so wie man aussieht, wenn man 45 h kein Bett gesehen hat und nur mal etwas im Flugzeug abgenickt ist.

 

das Riesenrad von Singapur, ca. 150 m im Durchmesser
die Skyline von Singapur, überwiegend Bankhäuser
Bootstour auf dem Singapur River
der Merlion, halb Fisch (Meerjungfrau) halb Löwe

das Fullerton Hotel, früher das Postamt von Singapur
reges Treiben in Little India, einem Stadtteil von Singapur              nach oben
 

Malaysia, weil es so schön war, 2011 noch einmal        

Vom 18.07. - 03.08.2011

Start am 18.07. Mittag in Falkenberg

Mit der DB-AG ging es erst man mit den schwer erkämpften Rail & Fly Tickets nach Frankfurt, von wo aus wir gegen halb elf abends starteten. Mit einem reichlich 3 Stunden dauernden Stopp in Dubai landeten wir gegen 22:00 Uhr Ortszeit in Kuala Lumpur. Die Immigration war langwierig, da die Schlangen an den Countern nicht enden wollten. Die Visaerteilung war dann aber kein Problem. Mit dem Shuttle kamen wir gegen Mitternacht ins Bett.

 

Malaysiatour 2011


Den Jetlag haben wir recht gut verkraftet, da wir während der Flüge kaum zum Schlafen kamen. Mit einem Gruppenticket starteten wir dann mit dem KLIA-Transit Richtung City. Mit einem Hopp-on - Hopp-off Bus besuchten wir dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der malaysischen Hauptstadt, wie die Twin-Towers, das Goldene Dreieck, China-Town, den Königspalast und machten natürlich reichlich Pausen.

 
Rushhour in KL das Gebäude des obersten Gerichts  
 
Chinatown Lena & Julius vor den Twin Towers  

Weiterflug nach Langkawi am 21.07.2011

Heute pünktlich um 12:00 Uhr mittags hoben wir mit Air Asia in Richtung Langkawi ab. Die Busfahrt vom Mainterminal zum LCCT (Billigflieger-Terminal) ist erwähnenswert. Überfüllung konnte man das schon nicht mehr nennen, alle Personen und sämtliche Koffer mussten in den Fahrgastraum des Busses. Aber keinen Problem, der Bus war klimatisiert und die Fahrt dauert nur reichlich 15 min.

 

Unser hiesiges Hotel, Greenvillage Resort ist sehr einfach aber sauber und ordentlich. Der Nachmittag war ruhig, wir lungerten erstmal für 2 Stunden im Garten und am Pool. Dann kam uns unser Motorradvermieter Alex abholen und übergab uns unsere vier 125-er Mopeds. Die Übernahme echt malaysisch, kein Ausweis, kein Führerschein, keine Kreditkarte und nur 50 MYR (12 Euro) Pfand je Bike. 

unsere 4 Mopeds mit 125 ccm, hier Scooter genannt an der Talstation zur Cablecar
am höchsten Berg Langkawis ein schöner Strand  auf Langkawi
der Seeadler, das Wahrzeichen von Kuah, der Hauptstadt Langkawis ein leckeres Abendessen im "Lighthouse" am Strand von Pantai Chenang

Baden im Meer ist hier Pflicht, die Ausrede, dass es zu kalt ist kann man hier nicht bringen bei gefühlten 28 Grad. Es gleicht bald der Badewanne. Unser Mopedvermieter Alex bot uns auch gleich noch eine Jetskitour an. Wir ließen uns dies nicht entgehen, wir wählten die Halbtagestour mit Guide, Inselhopping mit Schnorcheln, Baden und Spaß am Jetten. Julius durfte bei den Guides mitfahren und hatte so noch mehr Spaß, weil deren Jetski mehr Power hatte. Sie ließen ihn aber auch selbst fahren. Der Guide sagte uns, dass wir so ca. mit 90 km/h über die Wasseroberfläche geschossen sind. Blos gut dass ich das vorher nicht wusste, dann wäre ich nicht so mutig gewesen. Man kann nur Sagen Spaß ohne Ende. Weil die Crew dort am Strand so nett war, buchten wir gleich noch ein Extratour für uns Sieben auf der Banane. Auch hier gab der dunkle Guide alles und warf uns zweimal ab. Das war glaube ich etwas zu doll, wir waren froh wieder am Strand zu sein. Danach kehrten wir ein und mussten im Schatten bleiben, da die Sonne unsere Haut bedrohte.

Lena mit ihrem wilden Affen Traumstrand
das Jetskiteam der Strand von Pantai Chenang
   
Spaß mit 1600 ccm  

 Am Abend fuhren wir mit unseren Scootern noch mal kurz in eine Mall nach Kuah, aber die Ausbeute war mäßig.

Nach der dritten Nacht auf Langkawi hieß es schon wieder Koffer packen. Unsere Fähre nach Penang startete um 14:30 Uhr vom Fährterminal in Kuah. Vorher düsten wir noch ein wenig durch Pantai Chenang und für die Jugend sprang noch eine Kartfahrt heraus. Unsere Mopeds konnten wir gleich am Hotel stehen lassen.  

Mit der Fähre nach Penang und Mietwagenübernahme am 24.07.2011

Im Moment lassen wir uns von dem Fährschiff durchschütteln, klapprig, blinde Fenster und ein gefühltes Baujahr vor 1960 bringen zwar kein Gefühl von Geborgenheit auf, aber wenigstens konnte Lukas die Klimaanlage auf unserem Deck drosseln, sonst wären wir wahrscheinlich schon erfroren.

Hoffen wir mal, dass in einer reichlichen halben Stunde die Mietwagenübernahme im Hafen von Georgetown auf Penang reibungslos abläuft.

Die Übernahme in Penang klappte tadellos. Nun haben wir unseren Kleinbus der Marke Toyota Hiace, ein 12-Sitzer. Aber für unser Gepäck benötigen wir den Platz. In Penang haben wir auch unser Hotel schnell gefunden. Mit etwas Nervenkitzel konnten wir auch noch eine Nacht verlängern. Bereits beim Kofferpacken kam der Anruf, dass wir bleiben dürfen. So brauchten wir nicht packen und konnten uns ganz relaxt Georgetown ansehen. Wegen der Hitze nahmen wir dann doch lieber 4 Trishaws. Die armen Kerle. Eine quirlige Stadt mit Tempeln, Moscheen, Kirchen etc.. In der großen Moschee bekamen wir sogar eine interessante Führung. Der Führer begrüßte uns mit den Worten, dass er so aussieht wie Osama Bin Laden, aber es nicht ist. Man kennt sich ja da gar nicht aus was die Rituale und Gebetszeiten anbelangt. 

Am Nachmittag fuhren wir dann noch an einen Strand im Norden Penangs.

 

ein Straßenzug in Georgetown einer der unzähligen Tempel der verschiedenen Glaubensrichtungen
... der zehnte Tempel ... oder zwanzigste? der alte Chenang Jetty
Moschee in Georgetown schwimmende Moschee im Norden Penangs

Am nächsten Morgen stand dann die Querung Malaysias von West nach Ost vor uns. Erst mal über die Penangbridge aufs Festland und dann 250 km durch Dschungel auf recht gut ausgebauten Strassen. Das vorhandene Kartenmaterial war nix. Der direkte Weg nach Kota Bahru war kein Problem, aber die Umwege zu den Wats rund um Kota Bahru waren problematisch. Aber dank der thailändischen Grenze konnte man sich nicht zu weit verfahren. Starke tropische Regengüsse machten alles noch interessanter. Aber die beiden Wats haben wir gefunden, eins davon mit einer 40 m langen liegenden Budda-Figur.Am Abend erreichten wir unser über booking.com vorgebuchtes Hotel. Alla etap. Für eine Nacht kein Problem. Es war erst 7 Monate alt. Jörg sagte bereits vorher, dass hier die neu gebauten Häuser bereits alt aussehen, da Qualität am Bau hier scheinbar nicht zählt. Zum Verreiben des Putzes hat scheinbar die Zeit nicht mehr gereicht und Malerkreppband scheint es hier auch nicht zu geben. Wir wollten unbedingt auf den Nachtmarkt von Kota Bahru. Nach langem Suchen fanden wir ihn und fühlten uns wie auf dem Polenmarkt in Gubin. Wir aßen etwas kauften eine gebrannte CD für den Videofilm (die wahrscheinlich nicht funktioniert) und verschwanden wieder. Am nächsten Morgen schauten wir uns die historischen Stätten noch mal bei Tageslicht an und fuhren dann auf direktem Wege nach Kuala Besut, zum Jetty für die Speedbote zu den Perhentian Islands. Es war knapp, nur mit viel Geduld konnte die nette Malayin etwas für uns reservieren. Es waren 3 Chaletts im Cozy und Cocohut Resort. Das sind zwei zusammenhängende Resorts vom selben Eigentümer auf Perhentian Besar, der Großen. So startete unser Speedbot gegen 13:30 Uhr in Richtung Islands.

ein Stausee bei Gerik, der viele Hektar Regenwald geflutet hat ein Wat im strömenden Regen (aus dem Auto fotografiert)
Kota Bahru am Kelantan Fluss Auf dem Freiheitsplatz von Kota Bahru

Hier auf den Perhentian Islands genießen wir nun das Inselleben, gemach, gemach. Straßen gibt es hier nicht und demzufolge auch keine Autos oder Motorräder. Die Taxis sind Motorboote, die die Touristen und Locals von Strand zu Strand oder von Insel zu Insel bringen. Am Vormittag waren wir mit dem Boot unterwegs zu einer Schnorcheltour. Julius und Jörg haben sogar einen Hai gesehen. Der Nachmittag gehörte dem ruhigen Inselleben. Ein tolles Abendessen gabs im Tuna Bay Resort. Nun habe ich schon wieder das Speedboot für 12:00 Uhr reserviert.

Übersetzen mit Speedboot nach Perhentian am 27.07.2011

Jetty von Kuala Besut Frühstück mit Meerblick im Cozy Resort
Strand vom Cozy und Cocohut Resort Strand vorm Perhentian Resort
Lukas zwischen den Fischen ein Fisch und viele Korallen

Die Perhentian-Island haben wir wieder verlassen. Das Speedboot sprang wieder mächtig gewaltig über die kleinen Wellen. Entlang der Küste fuhren wir Richtung Süden. Bei Kuala Terengganu verließen wir die Küsten und nahmen Kurs Zentralmalaysia. Am Tasik (See) Kenyir nächtigten wir im schon bekannten Lakeview Resort. Der Tasik Kenyir ist der größte Stausee Malaysias. Viele Quadratkilometer Dschungel wurden einfach geflutet. Am Morgen spazierten wir noch etwas durch das Resort bevor wir Richtung Gua Mussang und Cameron Highlands aufbrachen. An der Strecke besuchten wir noch das Elefanten Sanatorium. Diese werden dort aufgenommen, weil die Flutung des Stausees ihnen die Pfade durchschnitt. Wir durchquerten dabei riesige Ölpalmenplantagen.

Keynir Lakeview Resort Blick auf den Tasik Keynir
Julius am Bambus Zwei Elefanten an der Auffangstation
die Früchte der Ölpalmen Am Taman Negara Visitor Center
Dschungel Dschungel

Ganz unerwartet kamen wir noch zu eine Wanderung im Taman Negara. Wir machten aber alles falsch, was man so falsch machen kann, insbesondere die Kleidung. Es sollte auch nur eine kurze Visite im ältesten Urwald der Welt sein. Als dann zahlreiche Blutegel (oder so ähnliche Würmer) an den Füßen hingen und sich diese nur mit Julius´ Taschenmesser wieder entfernen ließen, drehten wir fluchtartig mit teilweise blutenden Füßen um. Aber es sollte auch nur ein Trip für eine halbe bis dreiviertel Stunde werden. Lena war clever und drehte schon an der Hängebrücke um. Sie musste ja nicht lange auf die anderen warten. Aber wir waren im Dschungel!!!

Ankunft in den Cameroon Highlands am 30.07.2011

Über Gua Mussang, wo wir noch mal bei einem Bäcker anhielten, welche hier relativ selten sind, fuhren wir nach Brinchang in die Cameron Highlands. Wir nahmen gleich das erste Hotel, das Rainbow Lounge, direkt am Marktplatz. Auf einem Wochenmarkt holten wir uns allerlei leckere Kostproben, die durchweg gut schmeckten. Im Vergleich zum Nachtmarkt von Kota Bahru war es hier super sauber und appetitlich. Wir beschränkten uns auf Früchte aus Malaysia, Erdbeeren, Orangen, Mandarinen, Melone und eine Durian (Stinkfrucht). Es gab keinen von uns der mehr als eine Kostprobe aß. Die Reaktion der Duriankoster: "E K E L I G" Für  morgen ist nun ein Rundfahrt durch die Highlands geplant. Dabei wollen wir natürlich auch zur BOH-Teeplantage.  

Heute waren wir nun in den Teeplantage von BOH (Best of Highlands). Eine 10-minütige Führung brachte uns die Teeverarbeitung näher. Eine Kostprobe nahem wir auch gleich zu uns und vor Allem wurden auch die Vorräte für den heimischen Haushalt aufgefüllt. Einmal BOH, immer BOH. In Tanah Rata kehrten wir dann noch auf einen Kaffee und asiatische Spezialitäten ein. Die Nacht wollten wir in Ipoh verbringen und taten es auch. Die Anreise auf der Nord-Süd-Atobahn war abenteuerlich. Wir verfehlten die Ausfahrt, weil es zwar mehrere gab, aber alle über die gleich Mautstelle führten. Die nächste Ausfahrt war dann über 30 km weiter Richtung Norden. Um die Maut zu sparen, kehrten wir dann vor der Mautstelle der nächsten Abfahrt um, dachten aber nicht daran, dass dies ja an der Mautstelle in Ipoh auffallen  muss, da wir ja  mit einem Ticket aus dem Süden von Norden her anreisten. Zur Strafe mussten wir dann die Maut von der thailändischen Grenze bis Ipoh bezahlen, aber es ruinierte uns nicht, es waren 70 MYR (17 Euro). In Ipoh wählten wir ein recht nobles Hotel. Der Abend gehörte dann der Parade Mall. Dort ließ sich Birgit erst mal eine Brille anfertigen und die Kreditkarten glühten. Leckeres Abendessen gab es auf einem Nachtmarkt aus verschiedenen mobilen Garküchen.

Viele leckere Sachen auf dem Markt von Brinchang Cameron Tee, aber nicht von BOH und in Beuteln
die Häuser der Teepflücker Tee, Tee, Tee
Jörg und Julius voll im Tee Teeblätter
die Hauptstraße von Tanah Rata Durians am Baum

Die reichlich 250 km von Ipoh bis Port Dickson, zu unserem letzten Hotel, legten wir nahezu in einem Ritt zurück. Vorher stand noch eine Stadtrundfahrt in Ipoh auf dem Programm und der Versand der geschriebenen Postkarten. Mit Briefmarken tut man sich in Malaysia schwer, man bekommt sie oft nur im Postamt. Und wenn die Malayen Postamt sagen, meinen sie auch ein Amt, mit Wartebänken und Nummern ziehen. Für Briefmarken an Touristen machte man aber eine Ausnahme und verkaufte sie uns sofort.

Einfahrtstrasse nach Ipoh Bahnhof in Ipoh
das Hauptpostamt von Ipoh Ipoh
unser Hotel in Port Dickson der Pool und die Palmengesäumte Lagune hinter dem Hotel

In Port Dickson versuchten wir unser Glück bei der Hotelsuche wieder erfolgreich ohne Vorausbuchung. Wir landeten im ebenfalls recht noblen Corus Hotel, welches hervorragende Promotionrates bereit hielt. Was ungünstig war, dass wir vor dem Flug nicht mehr Duschen konnten, da in halb Port Dickson die Wasserversorgung ausfiel. Den Nachmittag verbrachten wir am Pool, später konnten wir schön eine asiatische (evtl. chinesische) Reisegruppe beobachten, die ihr minuziös geplantes Programm mit Banane, Jetski, Baden und Abendessen durchzogen. Wir selbst aßen wieder auswärts bzw. weil alle Garküchen ab 22:00 Uhr Küchenschluss hatten, über den Roomservice im Hotel. An diesem Abend gab es auch das erst Fastfood - Pizzahut. Port Dickson selbst ist gekennzeichnet von Riesigen Hotelanlagen, die eigentlich nicht unser Ding sind. Im Hintergrund, sowohl im Meer als auch im Hinterland sind die Bohrinseln und Raffinerien des riesigen Konzerns Petronas allgegenwärtig. Wir haben fast ausschließlich beim malaysischen Original Petronas getankt. Diesel scheint hier zu Lande für Privatverbraucher nicht so gängig zu sein, wir mussten meist mit den fetten LKW-Zapfpistolen kämpfen. Die Spritpreise sind hier staatlich vorgegeben und mit 1,80 MYR (0,40 Euro/l Diesel) bzw. 1,92 MYR (0,43 Euro/l Super) kein großer Kostenfaktor in der Reisekasse.

Der letzte Tag, der längste Tag stand nun bevor. Die Koffer wurden morgens gepackt, die Wasserversorgung war immer noch unterbrochen. Wir suchten eine Zwischenstation des Flughafenzubringers "KLIA Transit" auf, parkten dort unseren Mietwagen und fuhren zum Abschluss noch mal nach KL. ES sollte eine Mischung aus Sehenswürdigkeiten und Shopping werden. Nach langen Suchen der Staatsmosche mussten wir letztendlich feststellen, dass diese für Touristen nicht zugänglich war. Also schauten wir uns wenigstens noch den Zentralmarkt von KL an, einen  Empfehlung. Danach wurden dann noch die Shoppingfreunde unter uns befriedigt. Erst an den TwinTowers, dann in der riesigen Mall am goldenen Triangel. Dort gab es dann gleich noch ein deftiges Abendessen nach europäischen Rezepten, damit die Umstellung nach der Heimkehr nicht so schwer fällt. Die Kinder sehnen sich so langsam wieder nach einer deftigen Currywurst oder einem Schweineschnitzel. Wir nahmen das die Monorail zum Bahnhof KL Sentral und fuhren um 22:00 Uhr wieder mit dem Klia Transit zu unserm Mietwagen, den wir am Airport parkten und den Schlüssel in den Briefkasten von Kasina einwarfen.

die Bahnstation von Salak Tinggi Klia Transit
Centralmarkt von KL KL
und noch einmal die Twin Towers auch Petronas Towers riesige Mall am goldenen Triangel

Am 03.08.2011 um 02:00 Uhr starteten wir via Dubai mit Emirates nach Frankfurt. Von dort hatten wir ohne große Wartezeiten Anschluss nach Leipzig und hoffentlich auch weiter nach Hause.  

 

Mainterminal am KLIA an Bord der B777-300ER von DXB nach FRA
 
   
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
 
 
 
 


Malaysia

Natur & Kultur