unterwegs

Polen - Baltikum - Skandinavien

 

Ab in Richtung Baltikum und Skandinavien

unser Weg (Stand 13.07.2012)

Baltikum-Skandinavien-2012
 
 

PL (Polen)

2012 stand wiedermal der Norden auf dem Programm. Um einmal die Anreise etwas anders zu gestalten, wählten wir den Weg über Polen - Litauen - Lettland - Estland. Nach der WoMo-Übernahme am Nachmittag des 22.06.2012n in Torgau wurde gepackt und wir starteten gegen 18:30 Uhr. Als Ziel setzten wir uns Frankfurt / Oder. Das sind immerhin schon 130 km. Aber vorher besuchten wir noch in Frankfurt/O das Public-Viewing. Und siehe da, Germany gewann 4:2 gegen Greece. 5 von den 6 Toren erlebten wir  mit. Da wir noch nicht müde waren, überquerten wir noch die Grenze nach Polen via Frankfurter Stadtbrücke, zogen ein paar Zloty am Automaten und fuhren bis kurz vor Mitternacht. Dann übernachteten wir ca. 60 km vor Posen an einer Autobahnraststätte der extra zur EM 2012 fertiggestellten A2 . Die polnischen Städtenamen will ich hier mal  nicht nennen, denn aussprechen kann ich die meisten ohnehin nicht.

Am nächsten Morgen kamen wir so recht schnell in Fahrt. Unser erster nennenswerter Stopp war dann Brommberg. Ein Bummel durch die schöne Altstadt an der Brahe, etwas Shopping und ein Snack. Ziel waren die Masuren, welches wir auch erreichten. Nahe Ostroda bezogen stellten wir unser WoMo auf einem Campingplatz ab. Mit Blick auf einen kleinen See. Mückenschutz ist hier schon mal nützlich, aber nicht überlebensnotwendig.

 

Brommberg an der Brahe

Graudenz an der Weichsel

 

Allenstein, das Tor zu den Masuren

 

Nikolaiken

Der zweite Tag gehörte nun den Masuren, so ein bischen das Meck-Pomm von Polen. Allenstein, Mikolaiken sind die zu nennenden Städte und rundherum viele, viele Seen.

LT (Litauen)

Am späten Nachmittag haben wir dann noch die Litauische Grenze überschritten. Das war mein erstes Betreten der ehemaligen Sowjetunion. Also irgendwie, sah es doch etwas anders aus als in Polen, unverputzte Häuser, riesige Denkmäler, aber super ausgebaute Straßen mit reichlich Tankstellen. So der erste Eindruck. WoMo-Stellplätze sind hier doch etwas seltener. Da wir uns nicht gleich am ersten Tag in die Wildnis stellen wollten, fuhren wir noch bis Kaunas. Der Stellplatz hier, einfach nur ein Parkplatz und die Sanitäranlagen in einem Container.

Jetzt am Morgen regnet es, so habe ich die Zeit, die Webseite ins Netz zu stellen.

Gegen 10:00 Uhr hört es auf zu regnen. Wir fahren in das Zentrum von Kaunas, aber wegen der nassen Straßen mit dem WoMo. Parkplatz direkt im Zentrum kein Problem. Das historische Zentrum und die "Prachtstraße" (Laisves Aleja) der ehemaligen litauischen Hauptstadt sind bequem zu Fuß erlaufbar. Hier in Kaunas fließen die beiden größten litauischen Flüsse zusammen, die Neris mündet in die Nemunas (Memel). 

Rathaus Kaunas Orthodoxe Kirche in Kaunas

Nach unserem Stadtbummel starteten wir in die über 200 km entfernte Hafenstadt Klaipeda. Wir haben uns nun entschlossen die Kurische Nehrung zu besuchen und hoffen, dass das Wetter mitspielt. Am Abend bummelten wir durch die Altstadt von Klaipeda. Ich würde mal sagen, dass ein bis zwei Stunden genug sind.

Und da wir nun an der Ostsee sind statteten wir ihr am Abend einen Besuch ab. Aber mehr als ein Fußbad war eigentlich nicht drin, jedoch ließ sich Julius von einer Welle die Jeans versalzen.

Klaipeda Theaterplatz in Klaipeda
   
Julius mit salziger Jeans Ostseestrand bei Klaipeda

         

Und das Wetter hat letztendlich nach einem morgendlichen Dauerregen so halbwegs mitgespielt. Die Einweiser auf der Fähre waren noch in voller Regenkleidung. Die Fahrt von Klaipeda nach Nida war auch noch teilweise verregnet, aber dann wurde es wenigstens trocken, wenn auch die Sonne nur äußerst selten durch die Wolkendecke kam. Die kurische Nehrung ist eine Halbinsel. Die Festlandanbindung liegt jedoch auf russischer Seite, nahe Kaliningrad (Königsberg). Die nördliche Hälfte, ca. 50 km gehören zu Litauen. Da man nicht so einfach nach Russland über die Grenze kommt, ist eben die Fähre von Klaipeda notwendig. Die Nehrung selbst ist kam breiter als 2 km. Der Hauptort auf litauischer Seite ist Nida, genau an der russischen Grenze. Nida ist touristisch erschlossen und wird auch tüchtig vermarktet, hat aber seinen Charme bewahrt. Wir radelten entlang der Küste und durch den Ort. Zum Abschluss gab es in Juokrante für die letzten Litas, so der Name der Litauischen Währung, einen Snack, u.a. Fischsuppe. Birgit nahm sich aus einer Räucherei noch einen frisch geräucherten Rotbarsch mit.

 

wilde Ostsee Nida
   
Nida eine riesige Wanderdüne auf der kurischen Nehrung

Nach der Fährüberfahrt verließen wir Litauen und überquerten am Abend noch die Grenze nach Lettland.

 

LV (Lettland)

Schon beim passieren der Grenze bekam man einen Kulturschock. Die alten halb verfallenen Grenzgebäude stehen noch, werden aber dank Schengen nicht mehr genutzt. Die Straßen waren auf einmal menschenleer. Auf den ersten 70 km keine nennenswerten Orte, ein paar kleiner auseinandergerissene Siedlungen, sonst nichts. Aber wie wir dann nachlesen konnten, war dieses Gebiet zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet. Selbst die Großstadt Leipaja durfte man nur mit einem Passierschein betreten.

Auf einem einsamen Parkplatz im Wald ganz dicht am Ostseestrand fanden wir einen Stellplatz.

ein Überbleibsel aus dem "Kalten Krieg" ein einsamer Strand 10 km südlich von Liepaja
   
Liepaja Liepaja

Am Morgen stoppten wir kurz in Liepaja. Erstmal ein paar Lats am Bankomat gezogen und ein Stück Kuchen vom Markt mitgenommen. Alles sah noch sehr sowjetisch aus. Sogar ein paar Schigulis sind noch herumgefahren. In der Touriinfo wurde uns nicht die direkte Route nach Riga empfohlen, sondern der kleine Umweg über Kuldiga. Wir kennen zwar den direkten Weg nicht, aber meinen trotzdem, dass sich der Umweg (lt. Garmin 20 min) gelohnt hat. Wenig Verkehr, kaum LKWs, die schöne Stadt Kuldiga und ein kleiner Nationalpark. Im Reiseführer stand, dass man Lettland nicht verlassen sollte ohne diese Stadt gesehen zu haben. Irgendwie hatten sie recht, zumindest wenn man nur einen so geringen Umweg dafür in Kauf nehmen muss. Wir bummelten durch die historischen Gassen, welche auch schon als Kulisse für alte baltische Filme gedient haben soll.

Dann noch eine kurze Obstpause im Nationalpark.

 

Kulidiga Kuldiga, die Hauptstadt der lettischen Region Kurland
   
eine lange Backsteinbrücke in Kuldiga Stromschnellen und kleine Wasserfälle bei Kuldiga
   
Rast in einem Nationalpark  

Am späten Nachmittag sind wir dann in Jurmala, kurz vor Riga angekommen. Das Städtchen würde irgendwie auch zwischen Binz und Ahlbeck passen. Eben ein altes Ostseebad. Mit dem Fahrrad erkundeten wir das Zentrum und den schönen langen, weißen Ostseestrand. Viele stilvoll restaurierte Häuser im Bäderstil, aber auch alte fast verfallene Villen, welche früher sicherlich von den KPDSU-Bonzen genutzt wurden. Auf dem Campingplatz steht auch ein verfallenes Pendant zu einem FDGB-Ferienheim.

 

Mit dem Fahrrad am Strand von Jurmala Bäderarchitektur in Jurmala

Am nächsten Tag (Do. 28.06.) war die lettische Hauptstadt unser Ziel. Riga ist auch die größte Stadt des Baltikums. Mit dem Fahrrad ließ das Zentrum etwas weiträumiger erkunden. Die größten Highlights wie, Domplatz, Rathausplatz, Freiheitssäule, Markthallen, Fernsehturm etc. nahmen wir an einem Tag mit. Sicherlich könnte man auch einen zweiten Tag anhängen, um die Metropole intensiver zu erleben, aber es soll ja erst mal ein Überblick vom Baltikum verschafft werden.

 

Freiheitsdenkmal in Riga Riga
   
Nationalgalerie Vansu-Brücke über die Dugava
   
Markthalle und Markt Domplatz Riga

Am Abend fuhren wir dann noch reichlich 50 km in Richtung Estland, übernachteten aber auf einem Campingplatz in Salacgriva und kehrten schön in ein uriges lettisches Hafenrestaurant ein.

 

EST (Estland)    

Heute überquerten wir nun die Grenze zur dritten Baltischen Republik. Wir nahmen die Küstenstraße und plötzlich hieß man uns Willkommen in Estland. Der erste Eindruck im Vergleich zu den beiden anderen Baltenstaaten, ließ Estland etwas moderner und fortschrittlicher erscheinen. Aber an einigen Stellen ist auch hier die sowjetische Vergangenheit nicht zu übersehen. Das erste Ziel war Pärnu, ein Hafenstadt am gleichnamigen Fluss. Ein Bummel durch die Innenstadt, ein Bad in der Ostsee und ein Besuch der gerade stattfindenden Hansafestspiele war unser Programm in Pärnu. Dann ging es gradewegs Richtung Norden bis an den Finnischen Meerbusen. Heute habe ich es geschafft den Tank unseres WoMo´s leerzufahren. Reichlich 4 km vor der Tankstelle kamen alle Kontrollleuchten und nichts ging mehr. Also Fahrrad abgeschnallt und ab zur nächsten Tanke. Ein netter Este schenkte mir seinen alten Plastekanister in vom Scheibenfrostschutzmittel, denn die Dorftankstelle hatte keinen Benzinkanister im Angebot. Zurück zum WoMo eine PET-Flasche zum Trichter geschnitten, 5 l Diesen nachgefüllt und weiter gings.

Unser Stellplatz ist ganz in der Nähe eines kleinen Dorfes namens Eisma. So haben wir morgen einen guten Ausgangspunkt für einen Besuch des Lahemaa N.P. So richtig dunkel wird es  nun ohnehin nicht mehr.  

Fußgängerzone in Pärnu Fußgängerzone in Pärnu
   
Yachthafen Pärnu Ostseestrand in Pärnu
   
Strand am Finnischen Meerbusen bei Eisma Strand am Finnischen Meerbusen bei Eisma

 

Nun sind wir auf der Baltic Queen, einem Fährschiff der Rederei Tallink-Silja und setzen z den Aland Inseln über. Die Fahrt dauert ca. 10 Stunden. Unsere Kabine haben wir bereits bezogen und genießen nun den Sonnenschein auf dem Oberdeck und schauen den Schweden beim Alkoholgenuss zu.

Der gestrige Tag gehörte dem Nationalpark Lahemaa, ca. 50 km östlich von Tallin. Mit dem Rad und dem WoMo erkundeten wir die pure Natur. Das Glück einen Elch z sehen hatten wir leider nicht. Auch das Gutshaus in Palmse stand auf dem Programm. Schon komisch, wenn man deutlich über 1.000 km gefahren ist, dass man immer noch in ehemals deutschsprachigen Gefilden ist.

 

 

Der Abend gehörte dann der estnischen Hauptstadt Tallin oder Reval, wie es früher mal hieß. Wir suchten uns ein schönes Lokal, um typisch estnisch zu Essen. Die Sehenswürdigkeiten wurden dann am heutigen Tage systematisch aufgesucht. Birgit stellte eine Route zusammen. Alle Must-To-See Punkte haben wir gesehen. Die erste Etappe war die Oberstadt mit Dom und Njewski Kathedrale und schönen Aussichtspunkten auf die Altstadt und den Hafen. Die sehr kompakte Altstadt kann man auch gut zu Fuß erkunden. Reges Treiben herrschte in allen Gassen. Vielleicht hatten wir auch etwas Pech, denn es standen gleich drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Tallinn. Dementsprechend standen überall die Touristengruppen mit Ihrem Guide, der mit einer Fahne oder einer Kelle winkte.

 

Lahemaa N.P.  
   
  Gutshaus Palmse
   
Njewski Kathedrale in der Tallinner Oberstadt Über den Dächern von Tallinn
   
Tallinn Tallinn
   
Tallinn Tallinn
   
MS Baltic Queen im Hafen von Tallinn An Bord

 

FIN (Finnland-Aland Inseln)


Nach 11 Stunden Überfahrt von Tallinn nach Mariehamn legte die Fähre pünktlich kurz vor 5:00 Uhr an. Viel Schlaf hatten wir nicht, denn wir schauten uns in der Tango-Lounge der Baltic Queen das Endspiel der EM 2012 an. Wegen der Zeitverschiebung begann es erst um 21:45 Uhr. Beim Spielstand von 3:0 für Spanien wollten wir dann doch schlafen. Den tatsächlichen Endstand kennen wir bis jetzt noch nicht. Da morgens um 5:00 Uhr auf den Aland-Inseln noch nicht all zu viel los ist und wir noch etwas Schlaf vertragen konnten, parkten wir am Yachthafen von Mariehamn und schliefen noch mal bis nach acht. Dann holten wir uns in der Touriinfo etwas Karten- und Prospektmaterial und los ging es. Wir steuerten die Insel Vardö an und stiegen auf die Fahrräder um. Schon interessant war, als wir mit einer Fähre übersetzen mussten. Mit einem Klingeltaster mussten wir die Fähre rufen, sie kam dann extra für uns rüber. Dann hatten wir eben eine Fähre, die locker 4 Reisebusse mitnehmen kann, für uns allein. Am zweiten Tag Aland Inseln besuchten wir die Inseln rund um Föglö und Föglö selbst. Hier ist es noch ruhiger als auf den ohnehin schon ruhigen Hauptinseln. Das WoMo ließen wir stehen und setzten nur mit den Fährrädern über. Hätten wir die Autos gezählt, die wir den ganzen Tag über sahen, hätten unsere Finger sicherlich noch gereicht. Das Fährpersonal hatte nicht einmal Lust uns den Fahrpreis abzukassieren. Baden waren wir heute auch wieder im Meer. Etwas frisch, aber schön. Sogar Birgit war mit im Wasser. Nun sitzen wir auf der Fähre nach Grisslehamn, nördlich von Stockholm.

 

Morgens um 5 Uhr in Mariehamn (Aland-Inseln) Aland
   
Aland unsere 3 umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel
   
allein auf einer Fähre am Rande der Zivilisation

 

S (Schweden)

 

Von den Aland nach Schweden sind es nur 2 Stunden Fährüberfahrt, zudem gewinnt man die an der polnisch-litauischen Grenze geklaute Stunde zurück. Für die Überfahrt von Eckerö nach Grisslehamn nutzten wir die Eckerö-Linjen. Da die Fähre bereits um 8:30 Uhr startete nächtigten wir auch auf einem Campingplatz in Eckerö. Von Grisslehamn sind es noch ca. 90 Minuten bis Stockholm. Hier wählten wir einen bzw. den Citiy-Stellplatz für Camper. So konnten wir die schwedische Hauptstadt auch mit dem Fahrrad erkunden.  Das spart Zeit und man ist am Abend lange nicht so pflastermüde. Die Entfernung vom Campingplatz zur Altstadt beträgt gerade mal 2,5 km. Die wesentlichen Sehenswürdigkeiten sind schnell abgegrast. Wir sind zwar nicht die großen Museumsliebhaber, aber Julius wollte ins Wasa-Museum. Was wir auch taten. Es hat sich aber gelohnt. Wegen des super Wetters und der guten Sicht war es nur mit viel Zeit möglich den Rathausturm zu besteigen.Wir ließen es dann sein. Als Alternative nahmen wir einen Aussichtsturm nahe der Altstadtinsel. Der Aufzug wird zwar gerade umgebaut, aber eine Treppe gibt es auch noch. Ich vergleiche zwar nicht gern Städte miteinander, aber der Unterschied zu Riga und Tallinn ist deutlich spürbar. Nicht dass es dort vollkommen verdreckt wäre, aber die skandinavische Sauberkeit ist eben nicht zu toppen. Wir flanierten auch durch die Altstadt u nd entlang der Prachtstraße Strandvägen.

Heute am 05.07.12 kehrten wir Stockholm den Rücken, verblieben aber noch etwas in der Nähe. Der erste Stopp war die königliche Residenz Drottningholmen. Auch hier standen wieder die Wachen vor den Eingängen. Diese königliche Garde schaut jedenfalls nicht so ernst. Sie bewegen sich auch mal an ihren Posten. Die Wachen in Riga verzogen keine Minen. Insgesamt halte ich natürlich überhaupt nichts von diesem Monarchengetue. (ihre Majestät und ihre Untertanen)

Da es heute mal etwas bewölkt war, kam uns ein Besuch in Södertälje im Tom Tits Experiments Hus ganz gelegen. Wer mit wissenshungrigen Kindern unterwegs ist, ist hier genau richtig. Anschließend fuhren wir mit Stopps in Mariefred und Strängnäs nach Eskilstuna. Alle samt am Mälaren-See gelegen. Hier in Eskilstuna sind wir nun auf einem netten Campingplatz gelandet. Am Stadtrand lud uns eine schöne Minigolfanlage zu einem Match ein. 

 

Stockholm Altstadt Heiß begehrte Kaimauer für Sonnenhungrige
   
das Vasa Museum Prachtstraße Strandvägen
   
Schloss Drottningholmen der königliche Garten
   
Mariefred am Mälaren Schloss Gripsholm bei Mariefred

Nun ging es langsam aber sicher wieder Richtung Süden. Ziel war Västervik. Einen Zwischenstop legten wir in Nyköping ein. Das ist eine Hafenstadt 100 km südlich von Stockholm. Ein Bummel durch die Innenstadt und ein kurzer Besuch des schön gelegenen Hafens. Ein cremiges Softeis und ein Blick in die alten Speicher, die nun als Souvenirläden und als Fischräucherei dienen.

Västervik liegt inmitten von Schären an der schwedischen Ostküste. Laut Prospekt sind es die schönsten Schären Schwedens. Bestätigen können wir dies nur nicht, weil wir nicht alle anderen gesehen haben. Ansonsten ist Västervik ein quirliges Städtchen, welches wie eine Oase wirk, da man lange fährt bis überhaupt mal wieder ein nennenswerter Ort kommt. Von hier kann man auch Schiffsausfüge in die Schärengärten unternehmen. Leider war die Sicht nicht so berauschend, weil der Himmel voller Wolken hing. Außerdem war es auch schon spät am Nachmittag. In der Touri-Info erkundigten wir uns noch nach den Fährabfahrtszeiten und -preisen von Oskarshamn zur Insel Öland. Beides war nicht berauschend. Deshalb entschieden wir uns für den etwas über 100 km langen Umweg über Kalmar. Denn von Kalmar aus kommt man per Brücke zur Insel Öland. Soweit mir bekannt ist, auch ohne Maut. Unser Quartier haben wir auf einer gut ausgebauten und schön gelegenen Raststätte an der E22 50 km vor Kalmar  aufgeschlagen. Vorher haben wir noch in Västervik in einem ICA-Markt unsere Vorräte aufgefüllt.

 

Nyköping Fußgängerzone von Nyköping
   
ehemaliges Hafenkontor nun ein Gaststätte alte Speicher am Hafen von Nyköping
   
Stadthaus von Västervik Västervik

 

Inzwischen sind wir auf der schwedischen Insel Öland angekommen. Die vor der Ostküste gelegene Insel ist ca. 140 km lang und ca. 10 km breit und somit nach Gotland die zweitgrößte Insel Schwedens. Gleich nach der Querung der Brücke gelangt man zum "Vällkomstcenter". Hier empfiehlt es sich mit Kartenmaterial zu versorgen. Auf einer Übersichtskarte sind die touristischen Highlights eingezeichnet und erläutert, sogar in deutsch. Unsere Rundfahrt begannen wir von der Ölandsundbrücke aus in Richtung Norden. Schlechte Sicht bis hin zu Nebel trübten anfangs das Vergnügen. Später gewann die Sonne den Kampf am Himmel. Ein paar Runensteine der alten Wikinger schauten wir uns an, Windmühlen stehen auf dem Nordteil in Hülle und Fülle. Im Süden machten wir auch einen Abstecher in die "Steppe" der Insel. Hier ist die Landschaft so karg, dass die nette Dame in der Info von "desert" (Wüste) sprach. Verschiedene kleine (Fischer-)Häfen steuerten wir auch an. Im Südosten konnten wir auch Robben beobachten. Sie taten uns jedoch nicht den Gefallen etwas näher ans Ufer zu kommen. Obwohl die Campingplätze recht gut besucht sind, merkt man davon auf der Insel selbst nichts. Die von uns angesteuerten Punkte waren nie überlaufen.

 

ein Runenstein der Vikinger im Südwesten Ölands Wollgraswiese in der Steppe im Süden Ölands
   
intakter Fischerhafen verlassener Fischerhafen
   
der Windmühlenberg mit 5 Mühlen in einer Reihe das Kreuz der Brigitta
   
Küstenstreifen ganz im Nordosten von Öland altes Schiffswrack im NO von Öland
   
Krüpelkiefern im NO von Öland Rangelei auf den Sandsteinfelsen im Nordwesten von Öland

Am Abend wir nach 2 Tagen Öland wieder verlassen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Insel auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Es ist von Allem etwas dabei, wer den Massentourismus sucht wird in Borgholm fündig, wer einsame Strände sucht im Norden und Natur pur ist im Süden in der Steppenlandschaft und auch ganz im Norden zu finden. Wir waren zwar genau in der Hauptsaison an einem Wochenende auf Öland, es war aber keinesfalls überfüllt und Staus auf der Kalmarsundbrücke hatten wir auch nicht, wie es sie zu Wochenenden geben soll.

Unser Stellplatz in Kalmar war wiedermal einfach nur ein Parkplatz. Hier fanden sich am Abend mehr Wohnmobile ein, als wir auf manch baltischen Campingplatz hatten. Kalmar lohnt eine Besuch. Nette Restaurants, eine schöne Einkaufsstraße mit historischer Architektur, ein schöner Dom, ein schloss und ein quirliger Hafen. Ein kurzer Stopp am Strand ein paar Kilometer südlich von Kalmar war unser Ziel für die Mittagspause. Diese Idee hatten aber nicht nur wir.

Von Kalmar aus wählten wir dieses Mal nicht die Straße entlang der Ostküste Schwedens über Karlskrona und Karlshamn, sondern wir fuhren durch das sogenannte schwedische Glasreich nach Växjö. Eine Glasbläserei besuchten wir jedoch nicht. Der Abend gehörte dann auch gleich der netten Stadt Växjö.

Von Vaxjö aus starteten wir zu einer Tour durch das smaländische Seenland. Das Wetter verhalf uns jedoch zu einem Einkaufsbummel in der schön angelegten Mall "Grand Samarkand" vor den Toren Växjös. Birgit und Julius schlugen auch zu. Nach knapp zwei Stunden gab sich der Regen auch etwas. In der Mall nutzten wir die Zeit auch  noch, um unser Fährticket von Trelleborg nach Rostock zu buchen. Dan ging es entlang der vielen Seen auf einsamen, teilweise sehr schmalen Wegen. Die Wege waren jedoch immer befestigt und gut mit dem WoMo befahrbar. Wir passierten herrliche Aussichtspunkte auf schöne Seenpanoramen. Es regnete zwar nicht mehr, aber die Sonne ließ sich nicht so recht blicken. Nun stehen wir hier wieder auf einem Parkplatz kurz vor Bromölla an der schwedischen Ostküste. Da wir alle richtigen Heißhunger auf was Gegrilltes hatten, kauften wir uns in einem ICA-Maxi-Markt einen Einweggrill und ein paar Fleischspieße. Dabei a

 

 

Schloss Kalmar Dom Kalmar
   
Hafen von Kalmar Strand von Sandvik bei Kalmar
   
Glasskulpturen in der Innenstadt von Växjö  
   
Dom von Växjö Växjö
   
Brücke  in Smaland See in Smaland

Nun näherten wir uns langsam aber sicher dem Süden Schwedens. Die Kleinstadt Simrishamn und Ystad, welche beide über Häfen mit Verbindungen zur Insel Bornholm verfügen waren die letzten Städte auf schwedischem gebiet. Simrishamn, ein nettes Hafenstädtchen, dass mit einem schönen Flair aufwartet. In Ystad waren wir schon zum dritten Mal, aber ein paar neue Ecken gab es auch dieses Mal neu zu entdecken, wie zum Beispiel das Kloster. Mit dem Fahrrad ist man eben schneller und kommt etwas weiter.

Die letzte Stunde, bis zum Fähr-Check-In verbrachten wir am südlichsten Punkt Schwedens, in Smyggehamn. Auch dies war unser dritter Besuch, jedoch wird dieser Punkt inzwischen deutlich stärker vermarktet. Aber er ist immer noch schön anzusehen. Von dort sind es noch ca. 10 km bis zum Fährhafen Trelleborg, wo die Fähre Skane der Reederei Scandlines in Richtung Rostock ablegte. Nach der luxuriösen Überfahr von Tallinn nach Mariehamn auf der Baltic Queen kam uns die Fähre Skane wie ein altes hässliches Entlein vor. Aber trotzdem kann man sich wohlfühlen und Sicherheitsbedenken muss man, glaube ich jedenfalls, nicht haben.

Nach einer Pizza, zu Birgits Geburtstag in Rostock fuhren wir noch bis 100 km vor Berlin und übernachteten  an einer Raststätte, so dass wir am 13.07. morgens um 10:00 Uhr zu Hause ankamen und das WoMo in Ruhe reinigen konnten. Um 15:00 Uhr gaben wir es unbeschadet in Torgau bei der Wohnmobilvermietung Göbel wieder zurück.

kurzer Strandbesuch im Hafen von Simrishamn
   
Markt von Simrishamn das Kloster in Ystad
   
Kloster Ystad Smyggehamn
   
der südlichste Punkt Schwedens - Smyggehamn die Ostsee von der Fähre Skane aus

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Baltikum

ein Stück Sowjetunion