unterwegs

Island und Färöer-Inseln

 

Willkommen bei unserem Reisebericht unserer Tour - Nordatlantik Juli 2010

Willkommen bei unserem Reisebericht unserer Tour - Nordatlantik Juli 2010

Kopenhagen/Malmö

Am 09. Juli starteten wir bei tropischen Temperaturen von Bln. Schönefeld (bald BBI) mit Easyjet Richtung dänische Hauptstadt, Kopenhagen. Quartier bezogen wir jedoch für zwei Nächte im schwedischen Malmö. Dank Bahn und Öresundbrücke sind diese beiden skandinavischen Metropolen nur ein paar Minuten voneinander entfernt. Den Samstag widmeten wir dann aber Kopenhagen. Der Taxifahrer erwähnte dann so nebenbei, dass es der heißeste Tag seit 1904 in Malmö gewesen sein soll, so kam es uns auch vor. Trotzdem legten wir so einige Kilometer in Kopenhagen und am Abend noch in Malmö zurück. Zwischendurch ließen wir uns aber auch eine Stunde lang mit einem Boot durch die Kanäle Kopenhagens schippern.

 

Man konnte kaum treten am Nyhavn in Kopenhagen

 

Altstadt von Malmö

 

Färöer-Inseln

Die Öresundstädte waren jedoch nur zur Einstimmung auf den Norden und zur Sicherheit bezüglich der Anschlussflüge ab Kopenhagen. So starteten wir am 11. Juli mit Atlantic-Airways, der färöerischen Airline, zu den gleichnamigen Inseln mitten im Nordatlantik. Für uns war es auch eine Flucht vor der Hitze in den Großstädten. Zwei Stunden dauert der Flug zum Archipel Färöer. Das mit der Flucht vor der Hitze war schon mal geglückt, von 35 Grad am Vortag landeten wir bei ca. 12 Grad auf der Insel Vagar. Ein paar Tropfen Regen fielen auch ab und zu mal vom Himmel. Schon die Mietwagenübernahme war das erste Abenteuer. Der Vermieter schickte uns kurz vor der Landung eine SMS mit einer kurzen PKW-Beschreibung und der Nummer. In diesem lag dann der Schlüssel unter der Fußmatte. Abgeschlossen war er natürlich nicht, aber wohin sollte ein Dieb auch flüchten. Allerdings kamen wir nur bis zur nächsten Tankstelle. Als ich nach 2 Minuten wieder raus kam, sagte die Batterie nichts mehr, zumindest reichte es nicht mehr um den Wagen zu starten. Also ließ ich das Hotel, den Wagenvermieter, anrufen und nach ca. 30 min stand ein Mitarbeiter mit einem neuen Wagen und Starterkabel da. Nach kurzem Umladen ging die Fahrt weiter. Vom Flughafen zu unserem Hotel war es ca. eine Autostunde. Nach einem kurzen Mittagsschlaf setzten wir uns in den Mietwagen und erkundeten die nähere Umgebung von Torshavn. (Übrigens läuft gerade die 1. Halbzeit des WM Endspiels Holland - Spanien und es steht noch 0:0 und beim Blick aus dem Hotelfenster sehe ich gerade eine Fähre auslaufen.) Bei unserer ersten Fahrt haben wir schon festgestellt, dass es hier tatsächlich mehr Schafe als Einwohner gibt.

 

Heute am zweiten Tag auf den Färöer-Inseln zog es uns in den nördlichsten Ort des Archipels. Was die Aussprache der Orte und Namen hier anbelangt, versuche ich es erst gar nicht sie richtig auszusprechen. Die Zeichen die hier verwendet werden, müsste man erst mal lernen. Irgendwie muss das Alphabet hier mehr als 100 Buchstaben haben. Das Wetter hat heute richtig gut mitgespielt, ca. 18 Grad und meist Sonne. Es ist alles so leer hier, man sieht immer nur ein bis zwei weitere Touristen an unseren Haltepunkten. Aber eine Hand voll PKWs mit deutschen Kennzeichen haben wir hier auch schon gesehen. Und natürlich lungerten auch wieder überall Schafe herum, schöne & hässliche, große & kleine, saubere & dreckige, dicke & dünne ...

Heute waren wir auch mal shoppen, im größten Einkaufszentrum der Inseln, 28 Geschäfte unter einem Dach. Am Abend sind wir dann durch die Altstadt von Torshavn gebummelt.

 

Klaksvik, die zweitgrößte Stadt der Färöer  
ganz im Norden der Färöer eines von Tausenden
  Regierungsgebäude hinter dem Hafen

Heute am dritten Tag haben wir nun den Norden der beiden Hauptinseln Streymoy und Eysturoy erkundet. Das Wetter spielte wieder hervorragend mit, Sonne satt und angenehme Temperaturen. Das erste Ziel war der kleine Ort Tjörnuvik von dem aus die beiden sagenumwobenen Felsen "Riese" und "Trollweib" gut zu sehen waren. Hier wanderten wir zu einer kleinen Schlucht, die ein Bach erschuf. Nächstes Ziel waren die "Wackelsteine" von Oyndarfjördur. Dabei handelt es sich um einen Felsen der mit den Wellen schwankt. Mit bloßem Auge kann man es jedoch nicht bemerken, deshalb wurde eine Kette gespannt. Diese wankte dann etwas. Da es nur ein paar Kilometer Umweg waren, war es ok. Ein tolles Ziel war dagegen die Schlucht von Gjogv. Hier konnten wir sogar Papageientaucher und andere Vögel beobachten. Eine leckere Waffel konnten wir hier auch noch im Cafe genießen. Am Abend schlenderten wir noch etwas durch die Inselhauptstadt Torshavn.

der Riese und sein Trollweib  
   
   

 
Nachdem wir heute nach dem Frühstück Torshavn verlassen haben, fuhren wir Richtung Vagar (Flughafeninsel). Eile war nicht geboten, der Avro-Liner hob erst um 15:30 Uhr ab und auf dem sehr überschaubaren Airport von Vagar reicht eigentlich eine reichliche Stunde zum Check-in aus. So fuhren wir noch nach Vestmanna, um von dort ganz spontan eine Bootstour entlang der hohen Klippen zu unternehmen. Wie überall in Dänemark so gab es auch hier auf den Färöerern laufend Probleme mit den Kreditkarten. Immer wollen die eine PIN haben und wer hat die schon von seiner Kreditkarte im Kopf. Nach langem Probieren und einem Anruf bei der Bank funktionierte es dann und wir konnten in See stechen. Diese Ansichten hat man natürlich nur vom Meer aus. Nach der Bootstour nutzten wir dann wieder den Tunnel zur Insel Vagar. Auf dieser fuhren wir dann auch noch bis zum letzten Zipfel, so dass wir immer noch pünktlich unseren Flieger nach Iceland erreichten.

Die Färöer-Inseln sind eine Reise wert, wenn man auf Luxus verzichten kann, die Ruhe mag und für eine gigantische Natur etwas übrig hat.

 

Vestmanna von oben Hafen von Vestmanna
Klippen im Norden von Styremoy  
 
Insel Vagar  

Island

Am späten Nachmittag erreichten wir dann Reykjavik auf dem Cityairport, der ansonsten nur für Inlandsflüge genutzt wird. Ein Taxi brachte uns dann nach dem Bargeldfassen am ATM zu unserem Appartement. Ein sehr schönes Appartement, bei uns würde man Privatunterkunft dazu sagen. Es ist nämlich ein Anbau an ein Einfamilienhaus in einem noblen Wohnviertel. Der erste Eindruck von Reykjavik ist im Vergleich zu den Färöer-Inseln eine quirlige Metropole. Aber wie quirlig sie ist, werden wir natürlich erst in den nächsten Tagen erleben. Das Wetter war heute auch nicht typisch isländisch, sondern eher wie ein milder Frühlingstag in Germany. Aus dem Chat und aus den Nachrichten hören wir ja, dass es zu Hause sehr, sehr warm ist. Ach wie schön, dass wir hier sind. Morgen werden wir dann unseren Mietwagen übernehmen.

Seit 4 Nächten hatten wir keine Dunkelheit mehr. Julius widersprach jedoch, da es auf den Färöer jede Menge Tunnel gab.

Nun haben wir unseren Mietwagen übernommen, drei Nummern größer als bestellt, aber bis auf einen evtl. höheren Benzinverbrauch ist das nicht unser Problem. Vorher schauten wir uns ein erstes Mal die Hauptstadt Reykjavik an. Einfach schön, nur wenige Leute auf den Straßen unterwegs und die nordische Ruhe. Die Stadt ist auch gut zu Fuß erkundbar, die Entfernungen halten sich in Grenzen. Gegen Mittag fuhren wir dann mit dem Bus nach Keflavik, um den Mietwagen zu holen. Von dort aus sind wir gleich zu einer Tour über die Halbinsel Reykjanes gestartet. Eine Felsspalte, die geografisch Europa und Amerika trennt sowie ein Geo-Thermal-Gebiet waren die Highlights des Nachmittags. Also dieses Geo-Thermal-Gebiet ist schon beeindruckend, wenn da so Pfützen auf dem Boden sind in denen das Wasser kocht oder mit lautem Pfeifen Wasserdampf aus einem Loch aufsteigt. Die Landschaft an sich ist durch das Lavagestein geprägt, die einer Steinwüste ähnelt. Es ist aber nicht so heiß.

Hafen Reykjavik Rathaus Reykjavik
Julius in Amerika, Marcel in Europa Wasserdampf direkt aus dem Boden
Julius im Dampf Vogelfelsen vor Reykjanes


Da sind wir wieder. Heute haben wir eine Walbeobachtungstour unternommen. Die springenden Wale von den bunten Prospekten haben wir allerdings nicht gesehen. Ein paar mal hat eine Rücken- oder Schwanzflosse aus dem Wasser geschaut, die dann noch aufs Foto zu bekommen ist dann schon das pure Glück. Aber trotzdem war es eine schöne Tour. Am Nachmittag haben wir dann sprudelnde und siedende Wasser- und Schlammlöcher besichtigt. Irgendwie unheimlich, wenn man da jemanden hineinschuppst ist er wohl für immer weg. Am späten Nachmittag besuchten wir die bekannte Blaue Lagune zu einem Bade im heißen und salzigen Wasser. Zum Glück ist es hier rund um die Uhr hell, so dass man auf selbige nicht schauen muss und man kann die Zeit für den Abend selbst bestimmen.

Am Hafen von Reykjavik Julius weht die Islandflagge
Kochendes Wasser direkt aus der Erde Ein Schlammpool
Ein Bad in der Blauen Lagune Eine Stärkung nach dem Bade

Bis morgen !

Heute, am Samstag, haben wir den Tag mit einer Rundfahrt im Mietwagen durch Reykjavik begonnen, im Wesentlichen um die Zeit bis zur Öffnung der Mall Kringlan zu überbrücken. Beim Einkaufen mussten wir jedoch die Erfahrung machen, dass es hier ein ähnliches Angebot gibt, aber fast alles deutlich teurer ist als in Deutschland. Am Nachmittag sind wir dann über Akranes und Borgarnes ins Landesinnere gefahren, nach Reykholt. Vorher waren Julius und ich aber noch im Ozean baden, bei gefühlten 6-8 Grad. Aber laut Internet sollen des doch immerhin 12-13 Grad gewesen sein. An der Strecke lagen ein paar herrliche Landschaften und die heißesten Quellen Islands. Dort strömt das Wasser mit 100 Grad aus dem Boden, und zwar 180 Liter je Sekunde. Es wird zum Heizen für die bis zu 70 km entfernten Städte Akranes und Borganrnes genutzt. Dort kommt es immerhin noch mit einer Temperatur von 65 Grad an. Dann fuhren wir mit unserem PKW ca. 60 km über unbefestigte Straßen. Hier kann man mal die nahezu totale Einsamkeit Islands erleben. Wiederum herrliche Aussichten auf die Natur mit ihren Gletschern und Vulkankegeln prägten das Landschaftsbild. Für morgen haben wir eine Tour entlang des Goldenen Kreises geplant. Aber es scheint so, als haben das viele Isländer geplant, da wir dieses Gebiet schon heute streiften und jede Menge Zelte am Wegesrand standen. Wenn diese Leute alle diese Runde, nahe der Hauptstadt  fahren, wird es vielleicht etwas voll. Wir werden sehen ...

Strand von Akranes - der Schein trügt Baden bei gefühlten 6-8 Grad
Rast an einem Lachsfluss 60 km Schotterstraße
  Ein Gletschervulkan
kochendes Wasser kommt aus der Erde Nach diesem Zeichen endet der Asphaltbelag

Heute, am Sonntag, sind wir die Runde, die "Golden Circle" genannt wird abgefahren. Diese Tour wird als ein Muss für Islandtouristen bezeichnet. Um den vielen Busreisenden aus dem Weg zu gehen, wählten wir die Runde entgegengesetzt der Beschreibungen in Reiseführern und Prospekten. So hielt es sich in Grenzen. Der Tag begann mit einem Besuch in einem Geothermalkraftwerk in welchem auch eine gute Ausstellung zu Geothermalsystemen untergebracht war. Julius war begeistert von der Erdbebensimulation. Mit einer kurzen Wanderung zu den  heißen Quellen ging es weiter. Nächstes Highlight war der Gullfoss, ein riesiger Wasserfall, der die milchigen Wassermassen 32 m in die Tiefe stürzt. Der Höhepunkt des Tages war der Geysir im gleichnamigen Ort. Das Original ist im Laufe der Jahre durch Beben relativ ruhig geworden. Aber dafür ist der kleine Bruder sehr aktiv und bricht unregelmäßig in Abständen von ca. 5 min mit einer hohen Fontäne aus. Am Abend erreichten wir dann Pingvellir, die Wiege Islands. Auch hier treffen genau die Eurasische und die Nordamerikanische Kontinentalplatten aufeinander. Mit einer kleinen Wanderung schlossen wir hier den aktiven Teil des Tages ab. Zum Essen fuhren wir noch mal in die Hauptstadt Reykjavik. Für mich gab es Fisch und Birgit ließ sich ein Walsteak schmecken.

Julius auf einer Brücke über einen heißen Bach Vulkankrater Kerid
  Gullfoss
kurz vor dem Ausbruch, das Wasser wölbt sich nach oben ... ... und schießt in die Höhe
Hier wurde isländisches Recht geschrieben, Pingvellir Marcel in Amerika - Birgit in Europa

Nun sind die 5 Tage Reykjavik schon fast vorüber. Morgen starten wir Richtung Südisland. Vik, ganz im Süden soll unser Ziel sein. Dort haben wir für zweit Nächte ein Zimmer im Hotel gebucht.

Heute waren wir noch mal wandern. So ca. 10 km standen auf dem Programm, eine Rundtour zum höchsten Wasserfall Islands, dem Gylmur. Dieser stürzt 196 m in die Tiefe. Dabei war eine kleine Höhle zu durchqueren, ein Bach auf einem Stamm zu überwinden und letztendlich mussten wir diesen Bach noch durch eine Furt überwinden. Also schon ein Abenteuer, das mit herrlichen Ausblicken belohnt wurde. Nach eine kurzen Rast an einem See fuhren wir noch an einen Strand von Reykjavik. Auch dass ist ein Abenteuer, denn scheinbar gibt es hier nur wenige Tage an denen man sich sonnen kann und der aufgeschüttete Strand ist nicht gerade riesig. Island kann es sich leisten einen winzigen Bereich des Atlantiks auf ca. 20 Grad zu erwärmen. Am Abend zogen wir noch mal durch die Innenstadt.

Beim abendlichen Skype habe ich nun erfahren, dass zu Hause wiedermal der Blitz eine Telefonanlage zerstört hat. Was soll´s, da müssen Oma und Opa mit dem Handy auskommen.

auf gehts, zum höchsten Wasserfall Island Rast mit Blick auf den Gylmur
ein Bach muss durchquert werden auf einen Kaffee am See
Beachfeeling in Reykjavik lebhafte Einkaufsstraße in Reykjavik

Ob wir morgen in Vik, einem winzigen Dorf, ganz im Süden Islands auch einen Internetzugang haben ist noch ungewiss.

Heute sind wir nun am Abend in Vik angekommen. Es ist der südlichste Ort auf der Insel Island. Er hat zwar nur knapp 300 Einwohner, aber da weit und breit kein anderer nennenswerter Ort ist, wurde dieser zu einem Verwaltungszentrum ausgebaut und hat somit mindestens 3 Hotels, zwei Supermärkte, eine Post etc.. Am Tag haben wir wieder so einiges erlebt. Der Morgen in Reykjavik war wolkenverhangen. Heute haben wir die Auswirkungen des Vulkanausbruchs vom April gesehen. Ca. ein Kilometer Straße war weggespült und mit Schotter erst mal provisorisch wieder aufgefüllt. Es muss eine riesige Wasserflut vom Gletscher gekommen sein. Zwei gewaltige Wasserfälle lagen auch an der Strecke. In Skogar waren wir dann noch in einem schönen Museum. Ganz ungeplant fanden wir dann noch eine Stelle von der aus man auf den Gletscher Myrdalsjökull gehen konnten. Irgendwie unheimlich auf diesen Eismassen. Aber weit hinauf gingen wir dann doch nicht, denn die Gletscherspalten sehen echt gefährlich aus. Aber wegen des Ausbruchs des Eyafellajökull ist das Eis mit Vulkanasche überzogen. Julius hat sich auch gleich eine TicTac Schachtel mit Asche gefüllt. Im Souvenirshop in Reykjavik hätte diese ca. 7 Euro gekostet. Die letzte Anlaufstation waren dann die Felsen von Kap Dyrholaey. Dies ist zum Einen eine schöne Felsformation mit mehreren "Natural Bridges" zum Anderen kann man dort auf verschiedenen Vogelfelsen so mancherlei Federvieh beobachten. Endlich konnte ich einen Puffin (Papageientaucher) aus der Nähe fotografieren. Zum Abend gab es wiedermal Fisch, aber in Form eines Gratins. Julius bestellte sich Pferdeschinken, aber den haben wir dann gemeinsam gegessen. Beides war lecker.

Servicestation an der Straße Nr. 1 das Flutungsgebiet des Eyjafjallajökull
der Skogarwasserfall (Skogarfoss) im Freilichtmuseum von Skogar
auf dem Myrdalsjökull (Myrdalgletscher) eine Gletscherspalte
der Gletscherfluss Julius am Kap Dyrholaey
Kap Dyrholaey westlich von Vik Puffin - Lundi - Papageientaucher

Heute war nun unser letzter voller Tag auf der Insel aus Feuer und Eis. Morgen müssen wir dann noch die 200 km bis zum Flughafen Keflavik zurück legen. Die Ringstraße war heute für uns richtungsweisend. Von Vik aus fuhren wir zum Jökulsarlon, einer Gletscherlagune auf der die Eisberge in allen Formen und Größen schwimmen. Mit einem Amphibienfahrzeug ließen wir uns den Eisbergen etwas näher bringen. Eine Kostprobe des über 1000 Jahren alten Eises zum Lutschen war inklusive. Dort drehten wir dann auch wieder um und fuhren zurück nach Vik, aber dieses Mal hielten wir noch an einigen touristischen Attraktionen wie z.B. einem Gletscher, dem Svartifossen, der an Basaltsäulen herunter plätschert, etc.. Abendessen gab es dann in einer Grillbar in Vik. Nun heißt es Kofferpacken.

Vik, ein 280-Einwohnerdorf ganz im Süden zwei Gletscher am Skaftafjell
Eisberge auf dem Jökulsarlon  
  Ein Gletscher ganz aus der Nähe
 
der Svartifoss  

Zusammenfassend kann man die Isländer loben. Ein sehr sauberes Land und touristisch sehr gut erschlossen. Touristeninformationen gibt es in fast jedem Ort, auch wenn sie nur in einem Hotel untergebracht ist und gutes Karten- und Infomaterial bekommt man überall gratis. Die Straßen sind meist gut ausgebaut, auch wenn sie nicht immer asphaltiert sind. Unser Sohn hat schon während des Urlaubs den Wunsch geäußert noch einmal hier her zu fliegen. Kinderfreundlich ist Island ebenfalls, denn hier ist das Kind meist gratis oder es gibt noch eine echte Kinderermäßigung. Auch der Verkehr ist sehr gemach, 90 km/h ist ohnehin die Höchstgeschwindigkeit. Natürlich dauert es beim Bäcker auch mal etwas länger als daheim, da man es hier nicht so eilig hat. Der Kuchen ist hierzulande übrigens sehr lecker. Essen waren wir jeden Abend in einem Lokal, meist einem Restaurant, nur selten gab es Fastfood (Subway). MC Donalds gibt es hier glücklicher Weise erst gar nicht.

Nun sind wir wieder zu Hause angekommen. Der Flug mit Icelandair war etwas verspätet. Die Verspätung baute sich nach der Landung noch mal um eine halbe Stunde auf, da das Gepäck ewig nicht kam. Zu Hause werde ich mich nun erst mal um die Blitzschäden kümmern müssen.

 



Island/Färöer

der Norden Europas